Erfurt: Modellprojekt „Zukunftsfähige Innenstadt“ ist gestartet

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Erfurt ist eine von 14 deutschen Modellstädten, mit denen das IFH Köln (Institut für Handelsforschung) ein proaktives Ansiedlungsmanagement für Kommunen schaffen will.

Das Projekt „Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung“ soll eine Basis für ein „dialogorientiertes standardisiertes Miteinander im Prozess der Vitalisierung von Stadtzentren“ schaffen, heißt es in der Projektbeschreibung. Neben Erfurt sind Bremen, Hanau, Karlsruhe, Köln, Langenfeld, Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Mönchengladbach, Nürnberg, Rostock, Saarbrücken und Würzburg beteiligt. Das Projekt läuft bis Ende 2022 und wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 275.000 Euro gefördert.

Erarbeitet werden soll ein digitales Tool für das Ansiedlungsmanagement, das ein Frühwarnsystem enthält, um auslaufende Mietverträge frühzeitig anzuzeigen. Dafür wird die Situation in den verschiedenen Innenstädten analysiert, werden Rahmenbedingungen und Alleinstellungsmerkmale identifiziert sowie Objekt- und Nutzungsarten  ermittelt. Im Fokus stehen auch der Dialog mit den Immobilienbesitzern und die Etablierung eines Innenstadtnetzwerkes. Mit lokalen Akteuren und einem Querschnitt aller Interessengruppen sollen konzeptionelle Ansätze erarbeitet werden, die in ein „Innenstadtprofilierungskonzept“ einfließen.

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein begrüßt die Teilnahme der Landeshauptstadt an dem Projekt. „Wir stehen vor der großen Aufgabe, die einzigartige Attraktivität unserer Stadt zu erhalten. Mit dieser Untersuchung bekommen wir ein Werkzeug in die Hand, um genau das zu tun. Denn auf den positiven Effekt der Bundesgartenschau für die Innenstadt dürfen wir uns nicht ausruhen“, sagte er. Wirtschaftsbeigeordneter Steffen Linnert ergänzt: „2022 wird das Citymanagement ein Schwerpunktthema unserer Wirtschaftsförderung.  Ich freue mich, dass wir mit dem IMK ein Erfurter Unternehmen gefunden haben, das mit uns gemeinsam ein Konzept entwickeln wird.“ Das Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung wird in der Landeshauptstadt die Befragungen durchführen.

Quelle

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