Gotha, Eisenach, Mühlhausen, Sondershausen erhalten Koodinator für City-Menagment

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Das von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft initiierte Thüringer Innenstadtnetzwerk geht nun mit der Zusammenarbeit von vier Städten im Kammerbezirk der IHK Erfurt in eine zweite Runde. Sühl unterzeichnete gemeinsam mit der Vizepräsidentin der IHK Erfurt, Annette Projahn, den Stadtoberhäuptern von Gotha, Oberbürgermeister Knut Kreuch, Eisenach, Oberbürgermeisterin Katja Wolf, Mühlhausen, Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns, und Sondershausen, Bürgermeister Steffen Grimm, eine Absichtserklärung zur Bildung einer neuen Kooperation, , die Impulse für die Belebung der Innenstädte finden soll. Die Netzwerkinitiative „Innenstädte erfolgreich machen“ hat das Ziel, ein Städtenetzwerk zum wechselseitigen Erfahrungsaustausch zu etablieren und damit die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Innenstadtstärkung zu intensivieren.

„Hierzu bedarf es neben einer Initialzündung auch der kontinuierlichen und beharrlichen Arbeit eines Koordinators oder ‚Kümmerers‘, der die Akteure anspricht, motiviert und inspiriert und bei der Umsetzung ihrer Ideen und Aktivitäten unterstützt“, sagte Sühl. Die Anschubförderung für das Netzwerk in Höhe von insgesamt 100.000 EUR stellen das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft aus dem Europäischen Strukturfonds (EFRE) sowie die IHK Erfurt bereit. Die Finanzmittel fließen in ein dreijähriges Coaching, das die Entwicklungschancen zur Innenstadtbelebung analysieren soll sowie konkrete Ideen und Projekte für die jeweilige Kommune erarbeitet. Die Stadt Gotha hat sich bereiterklärt, federführend für die anderen drei Kooperationskommunen die Beantragung und Abrechnung der EFRE-Fördermittel vorzunehmen.

„Die Netzwerkinitiative verfolgt einen neuen, ganzheitlichen Ansatz. Alle relevanten Akteure der Innenstadt, von Gastronomen über Gewerbetreibende, Dienstleister, Grundstücks- und Hauseigentümer bis hin zu den Stadtverwaltungen sollen beteiligt werden, um gemeinsam für ihre Innenstädte Projekte ins Leben zu rufen, die beispielhafte Impulse für deren Stärkung auszusenden in der Lage sind“, sagte Sühl. „Ziel ist es, dass jede Kommune am Ende der Projektzeit eine klare Vorstellung davon hat, welche Management- und Kooperationsform für sie die geeignetste ist und das Netzwerk auf eigenen Füßen stehen kann.“

Hintergrund der Initiative ist der allgemein festzustellende Attraktivitätsverlust der Innenstädte durch die Verlagerung von Einzelhandelskapazitäten an die Peripherie der Städte, neue Konsumgewohnheiten aufgrund veränderter Lebensstile vor allem der jüngeren Generationen sowie der stetig zunehmende Konkurrenzdruck durch den Onlinehandel. Durch die damit verbundenen negativen Auswirkungen könnten nicht zuletzt auch die umfangreichen investiven Leistungen der Städtebauförderung im Rahmen der Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums der Thüringer Innenstädte in Frage gestellt werden.

Quelle

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