Die ADAC Pannenhilfe hatte im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun. Wie die aktuelle Bilanz für 2025 zeigt, stiegen die Einsatzzahlen sowohl bundesweit als auch in Thüringen spürbar an. Allein auf thüringischen Straßen mussten die Helfer zu 54.664 Einsätzen ausrücken – das ist ein Zuwachs von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr (53.311 Einsätze).
Im Durchschnitt leisteten die Pannenhelfer im Freistaat damit 150-mal täglich Hilfe. Während die 30 fest angestellten ADAC Pannenhelfer rund 24.000 Einsätze übernahmen, wurden über 30.000 Fälle durch Mobilitätspartner abgewickelt.
Die Klassiker unter den Pannenursachen
An der Spitze der Pannenstatistik hat sich wenig geändert. Die Starterbatterie bleibt mit 45,4 % der unangefochtene „Pannentreiber“.
Die häufigsten Defekte im Überblick:
- Batterie: 45,4 %
- Motor & Management (inkl. HV-Systeme): 22,8 %
- Elektrik (Anlasser, Beleuchtung, Bordnetz): 10,4 %
- Reifenschäden: 8,9 %
- Schlüssel & Schlösser: 6,8 %
E-Mobilität und Fahrräder im Fokus
Mit der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen steigen auch hier die Hilferufe. Bundesweit verzeichnete der ADAC bei E-Autos ein Plus von 15 % (über 50.000 Einsätze). Interessanterweise ist auch hier fast jede zweite Panne auf die klassische Starterbatterie zurückzuführen.
Auch die Fahrrad-Pannenhilfe, die seit 2022 fester Bestandteil des Serviceangebots ist, wird immer häufiger genutzt. In Thüringen wurden die Gelben Engel 183-mal zu liegengebliebenen Radfahrern oder E-Bikes gerufen. Der Hauptgrund für den Einsatz am Zweirad ist in 72 % der Fälle ein platter Reifen.
Digitaler Notruf auf dem Vormarsch
Immer mehr Mitglieder nutzen für den Hilferuf moderne Wege: Die Meldungen über die Pannenhilfe-App oder die Website stiegen um 16 % an. Der große Vorteil liegt in der GPS-Ortung, wodurch der Standort exakt übermittelt werden kann und das Mitglied in Echtzeit sieht, wann der Helfer eintrifft.


