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Sexueller Übergriff in Gothaer Bar führt zu Schlägerei und Polizeigewahrsam

Eine sexuelle Belästigung in einer Bar in der Hünersdorfstraße hat in den frühen Morgenstunden zu einem Polizeieinsatz, einer Schlägerei und schließlich zu mehreren Strafanzeigen geführt.

Ein 32-jähriger Lokalinteressent berührte eine junge Frau in dem Lokal unsittlich am Körper und versuchte, sie gegen ihren Willen zu küssen. Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete den Übergriff und griff couragiert ein. Er stellte den Mann zur Rede und begab sich mit ihm vor die Tür der Bar, wo das Aufeinandertreffen in eine körperliche Auseinandersetzung mündete.

Als die alarmierten Polizeibeamten vor Ort eintrafen, hatte sich der mutmaßliche Täter zunächst vom Ort des Geschehens entfernt, sodass die Beamten zuerst den Sachverhalt mit den Zeugen aufnahmen. Noch während der Sachverhaltsaufnahme kehrte der 32-Jährige jedoch an den Tatort zurück.

Die Polizisten sprachen daraufhin einen Platzverweis gegen den Mann aus. Da er diesem nicht nachkam, soll er in Polizeigewahrsam genommen werden. Bei der Durchsetzung dieser Maßnahme leistete der 32-Jährige massiven Widerstand gegen die Einsatzkräfte.

Den Mann erwarten nun gleich mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen sexueller Belästigung, Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Dramatischer Sturz auf dem Feld: 78-Jähriger übersteht Nacht im Freien

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Ein schneller Sucherfolg der Polizei hat am Freitagmorgen im Saale-Holzland-Kreis (Eichenberg/Kahla) womöglich ein Leben gerettet: Ein 78-jähriger Mann aus Eichenberg war auf seinem Feld schwer gestürzt und musste die gesamte Nacht hilflos unter freiem Himmel verbringen.

Der Senior war bereits am Donnerstagabend auf seinen Acker ausgerückt, um dort aufgestapelte Strohballen abzudecken. Als er jedoch über Nacht nicht nach Hause zurückkehrte, schlug seine besorgte Lebenspartnerin am Freitagmorgen bei der Polizei Alarm und meldete den 78-Jährigen als vermisst.

Die alarmierten Beamtinnen und Beamten reagierten umgehend. Sie machten das Feld rasch ausfindig und durchkämmten das Areal. Die Suche führte schnell zum Erfolg, enthüllte jedoch eine dramatische Notlage: Der Senior lag entkräftet und stark dehydriert neben einem Strohanhänger.

Wie sich vor Ort herausstellte, war der Mann am Vorabend so unglücklich gestürzt, dass er sich aus eigener Kraft weder aufrichten noch Hilfe rufen konnte. Stundenlang harrte er in der Dunkelheit aus.

Der umgehend angeforderte Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung vor Ort. Anschließend wurde der geschwächte Mann zur weiteren medizinischen Behandlung in das Universitätsklinikum Jena gebracht.

Für den Vierbeiner hinter das Steuer: Mann (67) ohne Führerschein gestoppt

Aus Tierliebe handelte sich ein 67-jähriger Mann am Samstagmittag in Jena erheblichen ärger mit der Polizei ein: Um seinen Hund in einer Gartenanlage bei Isserstedt zu versorgen, setzte er sich trotz fehlender Fahrerlaubnis ans Steuer seines Autos.

Eine Streifenwagenbesatzung der Jenaer Polizei hatte den Wagen des Seniors zur Mittagszeit in der Jenaischen Straße für eine Routinekontrolle gestoppt. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der 67-Jährige gar keinen Führerschein besitzt.

Gegenüber den Polizisten begründete der Mann seine Fahrt damit, dass am Wochenende die Busverbindungen nach Isserstedt denkbar ungünstig seien. Um seinen Hund nicht zu vernachlässigen, habe er deshalb kurzerhand auf den eigenen Pkw zurückgegriffen.

Die Gesetzeshüter zeigten zwar Verständnis für die Tierliebe, drückten jedoch kein Auge zu: Die Weiterfahrt wurde dem Mann auf der Stelle untersagt. Zudem leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Zu seinem geliebten Vierbeiner gelangte der Senior schließlich dennoch – er musste sich für den Rest des Weges allerdings fahren lassen.

Volles Gästekontingent beim Thüringenderby: Grünes Licht für 1.400 Erfurt-Fans in Jena

Das mit Spannung erwartete Traditionsduell rückt näher: Am Sonntag, dem 09. August 2026, treffen der FC Carl Zeiss Jena und der FC Rot-Weiß Erfurt im Ernst-Abbe-Sportfeld aufeinander. Nach der ersten Vorbesprechung der Sicherheitsträger steht fest: Das Kontingent für die Gästefans wird vorerst nicht gekürzt. Damit können rund 1.400 Erfurter Anhänger ihr Team vor Ort unterstützen.

Die Kernfakten auf einen Blick

  • Keine Kartenbegrenzung: Eine Reduzierung des Gästekontingents auf 800 Tickets wird derzeit nicht als erforderlich eingestuft.
  • 1.400 Gästefans im Stadion: Die volle vorgesehene Kapazität für den Gästebereich wird voraussichtlich zur Verfügung stehen.
  • Südkurve unverändert: Für den Heimbereich bleibt es bei der im Sicherheitskonzept festgelegten Kapazität von 800 Plätzen.
  • Keine Demos angemeldet: Bislang liegen weder von Erfurter noch von Jenaer Fanvertretern Anmeldungen für Versammlungen oder Demonstrationen vor.

Verändertes Risiko im Vergleich zum Mai

Im Mai führte die damalige sportliche Ausgangslage beim Aufeinandertreffen der beiden rivalisierenden Traditionsvereine noch zu strengeren Einschätzungen. Für das anstehende Regionalliga-Spiel kommen die Stadt Jena, die Landespolizeiinspektion, die Bundespolizei, die Feuerwehr sowie der Verein und der Stadionbetreiber nach sachgerechter Erwägung zu einem anderen Ergebnis: Aktuell liegen keine Erkenntnisse vor, die eine Beschränkung der Zuschauerzahlen als Maßnahme zur Gefahrenabwehr zwingend erforderlich machen.

Gleichwohl betonen die Behörden, dass das Derby aufgrund der tief verwurzelten Rivalität und der verfeindeten Fanszenen weiterhin als Spielbegegnung mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft wird.

Flexibler Auflagenbescheid ermöglicht schnelles Handeln

Der von der Stadt Jena erlassene Auflagenbescheid für die Regionalliga-Saison 2026/2027 bildet das ordnungsrechtliche Fundament für die Spiele im Ernst-Abbe-Sportfeld. Er orientiert sich an den DFB-Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit und ermöglicht es den Verantwortlichen, situativ und einzelfallbezogen auf neue Entwicklungen zu reagieren.

Sollte sich die Sicherheitslage bis zum Spieltag verändern, können die Behörden und der Sicherheitsdienst flexibel nachjustieren.

So geht es bis zum Spieltag weiter

Die finale Vorbereitung läuft auf Hochtouren:

  1. Laufende Neubewertung: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordner und der FC Carl Zeiss Jena beobachten die Lage bis zum Anpfiff kontinuierlich.
  2. Nächste Sicherheitsberatung: Am kommenden Montag treffen sich die Verantwortlichen erneut, um detaillierte Abläufe abzustimmen und den Spieltag sicherheitstechnisch final vorzubereiten.

Ziel aller beteiligten Stellen bleibt es, die Sicherheit der Zuschauer, der Teams, der Einsatzkräfte sowie der Jenaer Bevölkerung umfassend zu gewährleisten.

Ausreise und Rückführung: Wie ist die Lage bei syrischen Staatsangehörigen in Thüringen?

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Nach dem Machtwechsel in Syrien Ende 2024 ist die Debatte um Rückkehr und Abschiebungen neu entflammt. Wie stellt sich die Situation konkret im Freistaat Thüringen dar? Eine Antwort des Thüringer Ministeriums für Justiz, Migration und Verbraucherschutz auf eine Kleine Anfrage im Thüringer Landtag (Drucksache 8/3904 vom 8. Juli 2026) liefert Zahlen, Fakten und Hintergründe zur aktuellen Praxis.

Die Kernfakten auf einen Blick

  • 300 Vollziehbar Ausreisepflichtige: So viele syrische Staatsangehörige lebten zum Stichtag 31. Mai 2026 in Thüringen. Der Großteil von ihnen (290 Personen) besaß zu diesem Zeitpunkt eine Duldung.
  • Null Abschiebungen seit Ende 2024: Seit dem Regierungswechsel in Syrien am 8. Dezember 2024 wurden vom Land Thüringen weder Abschiebungen bei den Bundesbehörden angemeldet noch vollzogen.
  • Freiwillige Ausreise im Fokus: Über das Förderprogramm REAG/GARP reisten im selben Zeitraum 172 syrische Staatsangehörige gefördert aus Thüringen aus (unabhängig vom Zielort). Zudem gab es 175 geförderte Ausreisen mit dem konkreten Zielland Syrien (unabhängig von der Staatsangehörigkeit).

Dauer der Ausreisepflicht: Die Statistik im Detail

Wie lange sind die betroffenen Syrer in Thüringen bereits vollziehbar ausreisepflichtig? Die Daten des Ausländerzentralregisters zeigen ein klares Bild:

Dauer der VollziehbarkeitAnzahl der Personen
Weniger als ein Jahr28
1 bis unter 3 Jahre157
3 bis unter 5 Jahre58
5 Jahre und länger57

Der größte Anteil der Betroffenen ist somit seit ein bis drei Jahren ausreisepflichtig.

Hürden und Notlösungen: Warum stocken die Rückführungen?

Dass Zwangsrückführungen nach Syringen bislang aus blieben, liegt laut Ministerium an einem Geflecht aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen:

  • Fehlende Strukturen: Nach Bürgerkrieg und Machtwechsel existierten schlicht keine etablierten Rückführungsmechanismen. Verfahren zur Passersatzbeschaffung befinden sich auf Bundesebene erst im Aufbau.
  • Rechtliche Schutzstatus: Häufig stehen Abschiebungshindernisse oder bestehende Schutzstatus (wie die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft oder subsidiärer Schutz) einer Abschiebung rechtlich entgegen.
  • Fehlende Ausweisdokumente: Regelmäßig mangelt es an gültigen Reisedokumenten für eine Einreise nach Syrien.

Fokus auf freiwillige Rückkehr

Da landeseigene Förderprogramme fehlen, setzt Thüringen vorrangig auf das Bund-Länder-Programm REAG/GARP sowie gezielte Beratungsangebote. Neben Ausländerbehörden wird hierbei vor allem die Rückkehrberatung der Caritas genutzt, die in Thüringen an vier festen Standorten sowie mobil agiert.

Krise in der Berufsschule? Die nackten Zahlen zum Unterrichtsausfall im Saale-Holzland-Kreis

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Krise im Klassenzimmer? Die nackten Zahlen zum Unterrichtsausfall im Saale-Holzland-Kreis

Wenn Stunden ersatzlos streichen zur Routine wird und Vertretungslehrkräfte fachfremd einspringen müssen, schlägt das Alarmbarometer an den Berufsschulen aus. Eine aktuelle Antwort des Thüringer Bildungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage (Drucksache 8/3887) legt offen, wie es um die Unterrichtserfüllung an den staatlichen Berufsschulen im Saale-Holzland-Kreis wirklich steht. Die Daten zeigen: Trotz leichter Entlastung bleibt die Lage in den Fachklassen angespannt.

Die Kernfakten auf einen Blick

  • 152 Stunden Defizit: So hoch summierte sich die Abweichung vom regulären Lehrplan allein in der Frühjahrserhebung für das Schuljahr 2025/2026.
  • Licht und Schatten beim ersatzlosen Ausfall: Während im Schuljahr 2024/2025 noch historische 111 Stunden ersatzlos gestrichen werden mussten, sank dieser Wert zuletzt auf 50 Stunden.
  • Kürzungen als Notbremse: 45 Stunden konnten im aktuellen Schuljahr von vornherein gar nicht erst in den Stundenplan aufgenommen werden.

Der Fünfjahres-Trend: Wie stabil ist der Stundenplan?

Ein Blick auf die Erhebungsdaten der vergangenen Jahre verdeutlicht, dass die Schulen im Landkreis kontinuierlich gegen Unterrichtsausfälle ankämpfen müssen:

SchuljahrGesamtausfall / Defizit (Std.)Ersatzloser Ausfall (Std.)Gekürzte Stundentafel (Std.)Fachfremde Vertretung (Std.)Fachgerechte Vertretung (Std.)
2025/2026 (Frühjahr)152,0050,0045,0028,0029,00
2024/2025185,00111,00107,0024,005,00
2023/2024155,0068,0068,004,0083,00
2022/2023121,0052,0050,0013,0056,00
2021/2022113,0067,0049,000,0046,00

Wo brennt es am stärksten?

Die detaillierte Aufschlüsselung nach Fachbereichen offenbart deutliche Schwerpunkte:

  • Brennpunkt Fachtheorie: Mit 77,0 Stunden Ausfall und Abweichung ist das theoretische Fachwissen am stärksten betroffen. Allein 49,0 Stunden mussten hier durch fachfremdes Personal aufgefangen werden.
  • Fachpraxis & Allgemeinbildung: In der Praxis summierte sich der Anpassungsbedarf auf 36,0 Stunden (davon 22 Stunden gekürzt), während allgemeinbildende Fächer wie Deutsch mit 30,0 Stunden Abweichung zu Buche schlagen.
  • Betroffene Branchen: Besonders hart trifft es die angehenden Fachkräfte in den Druck- und Medientechniken (16 von 20 Betreuungsstunden liefen fachfremd) sowie in verschiedenen Einzelberufen, wo 31 Fachtheorie-Stunden ohne Speziallehrkraft vertreten werden mussten.

Das sagt das Bildungsministerium

Das Ministerium weist darauf hin, dass viele Detailfragen – etwa Ausfälle auf Ebene einzelner Klassen oder der genaue Einsatz von Praxislehrern in der Theorie – aus den Erhebungsdaten statistisch gar nicht erfasst werden können.

Fazit: Der Trend beim ersatzlosen Ausfall zeigt zwar nach unten, doch die Unterrichtsqualität wird zunehmend durch Notlösungen wie gekürzte Lehrpläne und fachfremde Vertretungen gesichert. Eine Herausforderung, die Schüler wie Betriebe gleichermaßen fordert.

Eine Stunde Abwesenheit reicht: Einbrecher schlagen während Gassirunde zu

Eine kurze Abwesenheit von gerade einmal einer Stunde hat ein bislang unbekannter Einbrecher in Nordhausen eiskalt ausgenutzt. Am Freitagvormittag drang der Täter in die Wohnung einer 36-jährigen Frau ein, während diese mit ihrem Hund unterwegs war. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen.

Wie der Inspektionsdienst Nordhausen mitteilte, verließ die Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße am Freitagvormittag ihre Wohnung, um eine Runde mit ihrem Hund zu drehen. Als sie nach etwa einer Stunde zurückkehrte, folgte der Schock: Unbekannte hatten sich in der Zwischenzeit Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft.

Die Täter durchsuchten die Wohnung und entwendeten Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich sowie mehrere Medikamente. Anschließend flüchteten sie unerkannt.

Polizei bittet um Hinweise

Die Ermittler hoffen nun auf Beobachtungen aus der Nachbarschaft. Gesucht werden Zeugen, die am Freitag im Zeitraum zwischen 9:00 Uhr und 10:30 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße bemerkt haben.

Hinweise nimmt der Inspektionsdienst Nordhausen unter der Telefonnummer 0361 / 960 entgegen.

Sattelzug kippt in Baustelle um: A38 bei Nordhausen nach Unfall voll gesperrt

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Ein schwerer Lkw-Unfall im morgendlichen Berufsverkehr hat am Freitag auf der Autobahn 38 zu erheblichen Behinderungen geführt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Freitagmorgen (31. Juli 2026) gegen 05:07 Uhr in Fahrtrichtung Göttingen. Eine 47-jährige Fahrerin war mit ihrem Sattelzug im einspurigen Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Nordhausen und Nordhausen-West unterwegs, als sie vermutlich aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Das Schwerfahrzeug geriet auf die dortigen Schutzwände (Miniguards), geriet ins Schwanken und kippte schließlich nach links auf die Fahrbahn. Der Sattelzug kam auf der Fahrerseite quer über die Fahrbahn zum Liegen.

Sowohl die 47-jährige Fahrerin als auch ihr 50-jähriger Beifahrer erlitten bei dem Umsturz leichte Verletzungen. Während der Beifahrer zur medizinischen Versorgung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden musste, konnte die Fahrerin nach der Erstversorgung vor Ort verbleiben. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 80.000 Euro.

Für die anspruchsvollen Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A38 in Fahrtrichtung Göttingen im betroffenen Bereich voll gesperrt werden. Der nachfolgende Verkehr wird an der Anschlussstelle Nordhausen von der Autobahn abgeleitet und umgeleitet. Die Sperrung dauert bis zum Abschluss der Arbeiten an.

Zigarette im Zwischenhalt verhängnisvoll: Kleinkind fährt alleine im ICE nach Erfurt

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Eine kurze Raucherpause auf dem Bahnsteig hat am Donnerstagabend zu einem unfreiwilligen Abenteuer für ein einjähriges Mädchen und einem gehörigen Schreck für dessen Vater geführt. Der 38-jährige Mann befand sich zusammen mit seiner kleinen Tochter auf der Zugfahrt von München nach Erfurt. Als der ICE im Bahnhof Bamberg hielt, nutzte der Vater den Aufenthalt, um auf dem Bahnsteig eine Zigarette zu rauchen. Dabei unterschätzte er jedoch den straffen Fahrplan der Deutschen Bahn: Bevor er wieder einsteigen konnte, schlossen sich die Türen, und der Schnellzug setzte seine Fahrt in Richtung Thüringen fort – mit der Einjährigen an Bord, aber ohne den Vater.

Der aufgelöste Mann wandte sich umgehend an das Bahnpersonal in Bamberg. Dank des raschen Reagierens und einiger gezielter Telefonate wurden sowohl die Kundenbetreuer im fahrenden ICE als auch die Bundespolizei informiert. Die Zugbegleiter kümmerten sich umgehend um das alleinreisende Kind.

Beim nächsten planmäßigen Halt im Erfurter Hauptbahnhof nahmen Beamte der Bundespolizei das kleine Mädchen samt Kinderwagen sicher in Empfang und betreuten es in den Diensträumen der Inspektion.

Der Vater stieg in den nächstmöglichen ICE und reiste seiner Tochter nach. In Erfurt angekommen, konnte er das unversehrte Kind erleichtert wieder in die Arme schließen. Nach der ganzen Aufregung steckte sich der Mann erst einmal eine weitere Zigarette an – dieses Mal allerdings, ohne seine Tochter auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.

Verfolgungsjagd in Friedrichroda: Rollerfahrer flüchtet vor Polizei im Wald – Zeugen gesucht

Am Mittwochmittag versuchte ein bislang unbekannter Rollerfahrer, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen.mNach Angaben der Polizei Gotha beabsichtigten Beamte am 29. Juli gegen 15:55 Uhr, den Fahrer eines Motorrollers im Ortsbereich von Friedrichroda zu kontrollieren. Der Mann ignorierte jedoch sämtliche Anhaltesignale der Einsatzkräfte und ergriff auf seinem Fahrzeug die Flucht.

Die Verfolgung setzte sich bis in die Straße „Am Gottlob“ fort. Auf dem dortigen unbefestigten Weg verlor der Rollerfahrer schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam zu Fall. Statt aufzugeben, setzte der Mann seine Flucht umgehend zu Fuß fort und verschwand im angrenzenden Waldgebiet.

Die Polizei Gotha hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach dem flüchtigen Fahrer sowie dem Eigentümer des zurückgelassenen Motorrollers.

Zeugenaufruf der Polizei

  • Wer kann Angaben zu dem unbekannten, männlichen Fahrer oder seinem aktuellen Aufenthaltsort machen?
  • Wer ist Eigentümer des sichergestellten Motorrollers oder kann Hinweise auf diesen geben?

Hinweise nimmt die Polizei Gotha unter der Telefonnummer 03621-781124 entgegen (unter Angabe der Bezugsnummer 0190741/2026).