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Ausreise und Rückführung: Wie ist die Lage bei syrischen Staatsangehörigen in Thüringen?

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Nach dem Machtwechsel in Syrien Ende 2024 ist die Debatte um Rückkehr und Abschiebungen neu entflammt. Wie stellt sich die Situation konkret im Freistaat Thüringen dar? Eine Antwort des Thüringer Ministeriums für Justiz, Migration und Verbraucherschutz auf eine Kleine Anfrage im Thüringer Landtag (Drucksache 8/3904 vom 8. Juli 2026) liefert Zahlen, Fakten und Hintergründe zur aktuellen Praxis.

Die Kernfakten auf einen Blick

  • 300 Vollziehbar Ausreisepflichtige: So viele syrische Staatsangehörige lebten zum Stichtag 31. Mai 2026 in Thüringen. Der Großteil von ihnen (290 Personen) besaß zu diesem Zeitpunkt eine Duldung.
  • Null Abschiebungen seit Ende 2024: Seit dem Regierungswechsel in Syrien am 8. Dezember 2024 wurden vom Land Thüringen weder Abschiebungen bei den Bundesbehörden angemeldet noch vollzogen.
  • Freiwillige Ausreise im Fokus: Über das Förderprogramm REAG/GARP reisten im selben Zeitraum 172 syrische Staatsangehörige gefördert aus Thüringen aus (unabhängig vom Zielort). Zudem gab es 175 geförderte Ausreisen mit dem konkreten Zielland Syrien (unabhängig von der Staatsangehörigkeit).

Dauer der Ausreisepflicht: Die Statistik im Detail

Wie lange sind die betroffenen Syrer in Thüringen bereits vollziehbar ausreisepflichtig? Die Daten des Ausländerzentralregisters zeigen ein klares Bild:

Dauer der VollziehbarkeitAnzahl der Personen
Weniger als ein Jahr28
1 bis unter 3 Jahre157
3 bis unter 5 Jahre58
5 Jahre und länger57

Der größte Anteil der Betroffenen ist somit seit ein bis drei Jahren ausreisepflichtig.

Hürden und Notlösungen: Warum stocken die Rückführungen?

Dass Zwangsrückführungen nach Syringen bislang aus blieben, liegt laut Ministerium an einem Geflecht aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen:

  • Fehlende Strukturen: Nach Bürgerkrieg und Machtwechsel existierten schlicht keine etablierten Rückführungsmechanismen. Verfahren zur Passersatzbeschaffung befinden sich auf Bundesebene erst im Aufbau.
  • Rechtliche Schutzstatus: Häufig stehen Abschiebungshindernisse oder bestehende Schutzstatus (wie die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft oder subsidiärer Schutz) einer Abschiebung rechtlich entgegen.
  • Fehlende Ausweisdokumente: Regelmäßig mangelt es an gültigen Reisedokumenten für eine Einreise nach Syrien.

Fokus auf freiwillige Rückkehr

Da landeseigene Förderprogramme fehlen, setzt Thüringen vorrangig auf das Bund-Länder-Programm REAG/GARP sowie gezielte Beratungsangebote. Neben Ausländerbehörden wird hierbei vor allem die Rückkehrberatung der Caritas genutzt, die in Thüringen an vier festen Standorten sowie mobil agiert.

Krise in der Berufsschule? Die nackten Zahlen zum Unterrichtsausfall im Saale-Holzland-Kreis

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Krise im Klassenzimmer? Die nackten Zahlen zum Unterrichtsausfall im Saale-Holzland-Kreis

Wenn Stunden ersatzlos streichen zur Routine wird und Vertretungslehrkräfte fachfremd einspringen müssen, schlägt das Alarmbarometer an den Berufsschulen aus. Eine aktuelle Antwort des Thüringer Bildungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage (Drucksache 8/3887) legt offen, wie es um die Unterrichtserfüllung an den staatlichen Berufsschulen im Saale-Holzland-Kreis wirklich steht. Die Daten zeigen: Trotz leichter Entlastung bleibt die Lage in den Fachklassen angespannt.

Die Kernfakten auf einen Blick

  • 152 Stunden Defizit: So hoch summierte sich die Abweichung vom regulären Lehrplan allein in der Frühjahrserhebung für das Schuljahr 2025/2026.
  • Licht und Schatten beim ersatzlosen Ausfall: Während im Schuljahr 2024/2025 noch historische 111 Stunden ersatzlos gestrichen werden mussten, sank dieser Wert zuletzt auf 50 Stunden.
  • Kürzungen als Notbremse: 45 Stunden konnten im aktuellen Schuljahr von vornherein gar nicht erst in den Stundenplan aufgenommen werden.

Der Fünfjahres-Trend: Wie stabil ist der Stundenplan?

Ein Blick auf die Erhebungsdaten der vergangenen Jahre verdeutlicht, dass die Schulen im Landkreis kontinuierlich gegen Unterrichtsausfälle ankämpfen müssen:

SchuljahrGesamtausfall / Defizit (Std.)Ersatzloser Ausfall (Std.)Gekürzte Stundentafel (Std.)Fachfremde Vertretung (Std.)Fachgerechte Vertretung (Std.)
2025/2026 (Frühjahr)152,0050,0045,0028,0029,00
2024/2025185,00111,00107,0024,005,00
2023/2024155,0068,0068,004,0083,00
2022/2023121,0052,0050,0013,0056,00
2021/2022113,0067,0049,000,0046,00

Wo brennt es am stärksten?

Die detaillierte Aufschlüsselung nach Fachbereichen offenbart deutliche Schwerpunkte:

  • Brennpunkt Fachtheorie: Mit 77,0 Stunden Ausfall und Abweichung ist das theoretische Fachwissen am stärksten betroffen. Allein 49,0 Stunden mussten hier durch fachfremdes Personal aufgefangen werden.
  • Fachpraxis & Allgemeinbildung: In der Praxis summierte sich der Anpassungsbedarf auf 36,0 Stunden (davon 22 Stunden gekürzt), während allgemeinbildende Fächer wie Deutsch mit 30,0 Stunden Abweichung zu Buche schlagen.
  • Betroffene Branchen: Besonders hart trifft es die angehenden Fachkräfte in den Druck- und Medientechniken (16 von 20 Betreuungsstunden liefen fachfremd) sowie in verschiedenen Einzelberufen, wo 31 Fachtheorie-Stunden ohne Speziallehrkraft vertreten werden mussten.

Das sagt das Bildungsministerium

Das Ministerium weist darauf hin, dass viele Detailfragen – etwa Ausfälle auf Ebene einzelner Klassen oder der genaue Einsatz von Praxislehrern in der Theorie – aus den Erhebungsdaten statistisch gar nicht erfasst werden können.

Fazit: Der Trend beim ersatzlosen Ausfall zeigt zwar nach unten, doch die Unterrichtsqualität wird zunehmend durch Notlösungen wie gekürzte Lehrpläne und fachfremde Vertretungen gesichert. Eine Herausforderung, die Schüler wie Betriebe gleichermaßen fordert.

Eine Stunde Abwesenheit reicht: Einbrecher schlagen während Gassirunde zu

Eine kurze Abwesenheit von gerade einmal einer Stunde hat ein bislang unbekannter Einbrecher in Nordhausen eiskalt ausgenutzt. Am Freitagvormittag drang der Täter in die Wohnung einer 36-jährigen Frau ein, während diese mit ihrem Hund unterwegs war. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen.

Wie der Inspektionsdienst Nordhausen mitteilte, verließ die Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße am Freitagvormittag ihre Wohnung, um eine Runde mit ihrem Hund zu drehen. Als sie nach etwa einer Stunde zurückkehrte, folgte der Schock: Unbekannte hatten sich in der Zwischenzeit Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft.

Die Täter durchsuchten die Wohnung und entwendeten Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich sowie mehrere Medikamente. Anschließend flüchteten sie unerkannt.

Polizei bittet um Hinweise

Die Ermittler hoffen nun auf Beobachtungen aus der Nachbarschaft. Gesucht werden Zeugen, die am Freitag im Zeitraum zwischen 9:00 Uhr und 10:30 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Gottfried-Erich-Rosenthal-Straße bemerkt haben.

Hinweise nimmt der Inspektionsdienst Nordhausen unter der Telefonnummer 0361 / 960 entgegen.

Sattelzug kippt in Baustelle um: A38 bei Nordhausen nach Unfall voll gesperrt

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Ein schwerer Lkw-Unfall im morgendlichen Berufsverkehr hat am Freitag auf der Autobahn 38 zu erheblichen Behinderungen geführt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Freitagmorgen (31. Juli 2026) gegen 05:07 Uhr in Fahrtrichtung Göttingen. Eine 47-jährige Fahrerin war mit ihrem Sattelzug im einspurigen Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Nordhausen und Nordhausen-West unterwegs, als sie vermutlich aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Das Schwerfahrzeug geriet auf die dortigen Schutzwände (Miniguards), geriet ins Schwanken und kippte schließlich nach links auf die Fahrbahn. Der Sattelzug kam auf der Fahrerseite quer über die Fahrbahn zum Liegen.

Sowohl die 47-jährige Fahrerin als auch ihr 50-jähriger Beifahrer erlitten bei dem Umsturz leichte Verletzungen. Während der Beifahrer zur medizinischen Versorgung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden musste, konnte die Fahrerin nach der Erstversorgung vor Ort verbleiben. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 80.000 Euro.

Für die anspruchsvollen Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die A38 in Fahrtrichtung Göttingen im betroffenen Bereich voll gesperrt werden. Der nachfolgende Verkehr wird an der Anschlussstelle Nordhausen von der Autobahn abgeleitet und umgeleitet. Die Sperrung dauert bis zum Abschluss der Arbeiten an.

Zigarette im Zwischenhalt verhängnisvoll: Kleinkind fährt alleine im ICE nach Erfurt

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Eine kurze Raucherpause auf dem Bahnsteig hat am Donnerstagabend zu einem unfreiwilligen Abenteuer für ein einjähriges Mädchen und einem gehörigen Schreck für dessen Vater geführt. Der 38-jährige Mann befand sich zusammen mit seiner kleinen Tochter auf der Zugfahrt von München nach Erfurt. Als der ICE im Bahnhof Bamberg hielt, nutzte der Vater den Aufenthalt, um auf dem Bahnsteig eine Zigarette zu rauchen. Dabei unterschätzte er jedoch den straffen Fahrplan der Deutschen Bahn: Bevor er wieder einsteigen konnte, schlossen sich die Türen, und der Schnellzug setzte seine Fahrt in Richtung Thüringen fort – mit der Einjährigen an Bord, aber ohne den Vater.

Der aufgelöste Mann wandte sich umgehend an das Bahnpersonal in Bamberg. Dank des raschen Reagierens und einiger gezielter Telefonate wurden sowohl die Kundenbetreuer im fahrenden ICE als auch die Bundespolizei informiert. Die Zugbegleiter kümmerten sich umgehend um das alleinreisende Kind.

Beim nächsten planmäßigen Halt im Erfurter Hauptbahnhof nahmen Beamte der Bundespolizei das kleine Mädchen samt Kinderwagen sicher in Empfang und betreuten es in den Diensträumen der Inspektion.

Der Vater stieg in den nächstmöglichen ICE und reiste seiner Tochter nach. In Erfurt angekommen, konnte er das unversehrte Kind erleichtert wieder in die Arme schließen. Nach der ganzen Aufregung steckte sich der Mann erst einmal eine weitere Zigarette an – dieses Mal allerdings, ohne seine Tochter auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.

Verfolgungsjagd in Friedrichroda: Rollerfahrer flüchtet vor Polizei im Wald – Zeugen gesucht

Am Mittwochmittag versuchte ein bislang unbekannter Rollerfahrer, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen.mNach Angaben der Polizei Gotha beabsichtigten Beamte am 29. Juli gegen 15:55 Uhr, den Fahrer eines Motorrollers im Ortsbereich von Friedrichroda zu kontrollieren. Der Mann ignorierte jedoch sämtliche Anhaltesignale der Einsatzkräfte und ergriff auf seinem Fahrzeug die Flucht.

Die Verfolgung setzte sich bis in die Straße „Am Gottlob“ fort. Auf dem dortigen unbefestigten Weg verlor der Rollerfahrer schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam zu Fall. Statt aufzugeben, setzte der Mann seine Flucht umgehend zu Fuß fort und verschwand im angrenzenden Waldgebiet.

Die Polizei Gotha hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach dem flüchtigen Fahrer sowie dem Eigentümer des zurückgelassenen Motorrollers.

Zeugenaufruf der Polizei

  • Wer kann Angaben zu dem unbekannten, männlichen Fahrer oder seinem aktuellen Aufenthaltsort machen?
  • Wer ist Eigentümer des sichergestellten Motorrollers oder kann Hinweise auf diesen geben?

Hinweise nimmt die Polizei Gotha unter der Telefonnummer 03621-781124 entgegen (unter Angabe der Bezugsnummer 0190741/2026).

Thüringen: Preiserhöhung im Nahverkehr

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Veränderungen im VMT-Tarif

Einzelfahrt in Erfurt, Weimar, Jena und Gera kostet künftig 3 Euro, Kinder zahlen 2 Euro

VMT-Hopper-Ticket (Hin- und Rückfahrt) erhöht sich von 7,90 Euro auf 8,20 Euro

Preis für das Deutschland-Ticket bleibt unberührt

Preisanpassung tritt zum 1. August 2026 in Kraft

Zum 1. August werden im Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT)* die Fahrpreise angepasst. Zudem treten Änderungen innerhalb der VMT-Tarifbestimmungen in Kraft. Die entsprechenden Anpassungen wurden durch die Partner im Verbundbeirat Mittelthüringen beschlossen.

Die Fahrpreise im VMT steigen durchschnittlich um 4,69 Prozent im gewichteten Mittel. Mit der notwendigen Anpassung reagieren die Verkehrsunternehmen auf weiterhin steigende Kosten, insbesondere in den Bereichen Energie, Personal und Infrastruktur. „Tarifanpassungen fallen uns nicht leicht. Sie sind aber notwendig, damit wir das Nahverkehrsangebot in Mittelthüringen weiterhin zuverlässig sichern können“, sagt Sascha Georgy, Geschäftsführer des VMT.

Neben den Fahrpreisanpassungen werden zum 1. August auch verschiedene Änderungen innerhalb der VMT-Tarifbestimmungen umgesetzt. Dazu gehört die Vereinheitlichung der Mindestvertragslaufzeiten für Abonnements. Statt bisher vier bzw. zwölf Monaten beträgt die Mindestvertragslaufzeit künftig nur noch drei Monate. 

Die neuen Fahrpreise sowie die fortgeschriebenen VMT-Tarifbestimmungen gelten ab dem 1. August.

Beispiele ausgewählter Fahrpreise ab 1. August 2026

So steigt beispielsweise der Preis für eine Einzelfahrt für Erwachsene in den Städten Erfurt, Weimar, Jena und Gera von bislang 2,90 Euro auf 3,00 Euro. Für die Kinder-Einzelfahrt werden statt 1,90 Euro künftig 2,00 Euro fällig. Die Tageskarte innerhalb der City-Zonen steigt von 7,40 Euro auf 7,60 Euro und das VMT-Hopper-Ticket (Hin- und Rückfahrt) von 7,90 Euro auf 8,20 Euro.

Tipp: Wer die FAIRTIQ-App oder den DB-Navigator zum Ticketkauf nutzt, spart auf die Einzelfahrt oder Kindereinzelfahrt 10%. 

Übergangsregelungen

Bereits gekaufte, nicht entwertete Tickets zum bisherigen Tarif behalten bis zum 31. Oktober 2026 ihre Gültigkeit. Danach besteht die Möglichkeit, nicht genutzte Fahrscheine gemäß den geltenden VMT-Tarifbestimmungen umzutauschen. Abonnements werden automatisch auf den neuen Tarif umgestellt. Kundinnen und Kunden müssen hierfür nichts weiter veranlassen.

Das Deutschlandticket ist von der Tarifanpassung im VMT nicht betroffen. Für das Deutschlandticket* gelten weiterhin die bundesweit einheitlichen Tarifregelungen.

Preisübersichten ab 1. August 2026*

verwendete Quelle*

  • externe Links

Zivilstreife stößt frontal mit Auto zusammen – vier Verletzte

Ein Kontrollversuch der Polizei endete am Dienstagmittag (28. Juli 2026) in Erfurt mit einem schweren Verkehrsunfall. Bei einer Frontalkollision zwischen einem Zivilstreifenwagen und einem entgegenkommenden Auto wurden vier Personen verletzt, darunter zwei Polizeibeamte. Gegen 16:00 Uhr waren die Beamten in einem zivilen Einsatzfahrzeug auf der August-Röbling-Straße aus Richtung Bernauer Straße unterwegs. Als ihnen ein Fiat entgegenkam, entschieden sich die Polizisten spontan, den Wagen einer Kontrolle zu unterziehen. Um das Fahrzeug zu stoppen, schalteten die Beamten das Blaulicht ein und scherten auf die Gegenfahrspur aus. Dabei kam es aus bislang ungeklärter Ursache zum ungebremsten Frontalzusammenstoß mit dem Fiat.

Fahrer ohne Führerschein und mutmaßlich berauscht

Durch die Wucht des Aufpralls erlitten sowohl die beiden Polizeibeamten als auch der 21-jährige Fahrer des Fiat und seine Beifahrerin Verletzungen. Alle vier Beteiligten wurden vom Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Bei der anschließenden Unfallaufnahme durch unbeteiligte Polizeikräfte traten rasch mögliche Gründe für ein auffälliges Verhalten des Fiat-Fahrers zutage: Der 21-Jährige war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Zudem ergaben sich vor Ort deutliche Hinweise darauf, dass der Mann unter dem Einfluss von Rauschmitteln stand.

15.000 Euro Sachschaden – Ermittlungen laufen

An beiden Fahrzeugen entstand massiver Sachschaden, den die Ermittler vorläufig auf rund 15.000 Euro schätzen. Die August-Röbling-Straße musste während der Rettungsarbeiten und der Spurensicherung zeitweise gesperrt werden. Die genauen Ermittlungen zum detaillierten Hergang der Kollision und den zeitlichen Abläufen dauern an.

Jena: EAH erhält Promotionsrecht

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Promotionszentrum „Enabling Technologies for Industry, Health & Society“ darf künftig Doktorgrad erteilen

Ein historischer Tag für die EAH Jena: Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) hat der Hochschule das Promotionsrecht für das Promotionszentrum „Enabling Technologies for Industry, Health and Society“ verliehen. Damit darf das Promotionszentrum für einen Zeitraum von vorerst acht Jahren eigenständig den Doktorgrad verleihen. Das neue Zentrum bündelt die Promotionsvorhaben der Hochschule interdisziplinär über Fachbereichsgrenzen hinweg.

„Dies ist ein Meilenstein in der Geschichte unserer Hochschule. Mit dem Promotionsrecht erkennt das Land die exzellente Forschungsleistung der EAH Jena ausdrücklich an“, erklärt Prof. Dr. Kristin Mitte, vorläufige Leiterin sowie Vizepräsidentin für Forschung und Entwicklung der Hochschule.

Der Weg zur Entscheidung

Grundlage der Genehmigung war ein umfassendes Verfahren: Die EAH Jena hatte einen Antrag auf Einrichtung eines Promotionszentrums gestellt, der von einem nationalen Gutachterteam geprüft wurde. Auf dieser Grundlage hat das Ministerium nun die Entscheidung getroffen.

Möglich wurde dieser Schritt durch die Verankerung des Promotionsrechts für Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Thüringer Hochschulgesetz.

„Der Name unseres Promotionszentrums ist Programm: ‚Enabling Technologies for Industry, Health & Society‘ steht für einen dezidiert interdisziplinären Ansatz, der technologische Innovation mit gesellschaftlicher und gesundheitlicher Relevanz verbindet. Genau darin liegt die Stärke einer Hochschule für angewandte Wissenschaften.“, erklärt Prof. Dr. Kristin Mitte.

„Mit unserem Promotionszentrum finden wir alles an einem Ort: starke Forschung, persönliche Betreuung, kurze Wege und ein Qualifikationsprogramm, das uns auf unserem wissenschaftlichen Weg begleitet. Für uns Promovierende ist das die Chance, neue Ideen genau dort weiterzuentwickeln, wo sie entstanden sind.“, sagt Ruben Saitz, angehender Promovend an der EAH Jena.

Wie geht es weiter?

Die formale Einrichtung des Promotionszentrums wird in den kommenden Wochen vorbereitet. Über die konkrete Ausgestaltung, den Zeitplan für den Start des Promotionszentrums sowie die feierliche Auftaktveranstaltung informiert die Hochschule zeitnah.

externer Link: Quelle

Blutiger Angriff in Kahla: Mann attackiert Radfahrerinnen und beißt Polizisten

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Ein mutmaßlich unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehender Mann hat am Dienstagnachmittag (28. Juli 2026) im Bereich der Schulstraße/Rollestraße in Kahla für ein Szenario der Gewalt gesorgt. Bei dem unvermittelten Angriff wurden zwei Frauen verletzt – eine davon schwer. Auch ein Polizeibeamter erlitt Verletzungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler ging der 42-jährige Tatverdächtige aus Kahla gegen Nachmittag im öffentlichen Straßenraum völlig unvermittelt auf zwei Fahrradfahrerinnen los. Während eine 64-jährige Frau mit leichten Verletzungen davonkam, traf es eine gleichaltrige zweite Radfahrerin verheerend: Sie erlitt einen Jochbeinbruch, eine Mittelgesichtsfraktur sowie nach einer Erstdiagnostik eine potenzielle Gehirnblutung. Zudem befürchten die behandelnden Ärzte eine erhebliche und möglicherweise dauerhafte Beeinträchtigung ihres Sehvermögens auf dem rechten Auge.

Randalierer beschädigt Autos und beißt Polizisten

Im Anschluss an die Attacke auf die Frauen setzte der Mann seine Randalenserie fort und schlug die Scheibe eines geparkten Autos ein. Als die alarmierten Einsatzkräfte der Polizei eintrafen, zeigte sich der 42-Jährige weiterhin extrem aggressiv. Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand und biss einem Polizisten in den Oberschenkel.

Selbst nachdem die Beamten den Mann fesseln konnten, war die Lage nicht unter Kontrolle: Der Festgenommene beschädigte ein Einsatzfahrzeug der Polizei und überschüttete die Beamten während des gesamten Einsatzes mit Beleidigungen.

Richter ordnet Einweisung in Psychiatrie an

Aufgrund seines offensichtlichen psychischen Ausnahmezustands und des Verdachts auf vorangegangenen Substanzenkonsum wurde der 42-Jährige noch am selben Tag nach richterlicher Anordnung in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen.

Gegen den Mann wird nun wegen einer ganzen Reihe schwerer Straftaten ermittelt, darunter schwere Körperverletzung, Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung sowie Beleidigung.

Polizei sucht weitere Zeugen

Die Ermittler bitten Zeugen, die das Geschehen im Bereich der Schulstraße/Rollestraße beobachtet haben und bisher noch nicht namentlich von der Polizei erfasst wurden, sich zu melden. Hinweise nimmt die zuständige Polizeidienststelle unter Angabe des Aktenzeichens ST/0189776/2026 entgegen.