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Mit dem Camper durch Thüringen: ADAC gibt Tipps für regionale Kurztrips

Mit den steigenden Temperaturen und den bevorstehenden Feiertagen wächst bei vielen die Reiselust. Wer für eine Auszeit nicht weit reisen möchte, für den bietet das eigene Bundesland ideale Bedingungen. In Zusammenarbeit mit der Thüringer Tourismus GmbH hat der ADAC Hessen-Thüringen vier abwechslungsreiche Camping-Touren konzipiert, die perfekt auf die kommenden Wochenenden abgestimmt sind und direkt zum Nachfahren einladen.

Ob Naturfreund, Kulturbegeisterter oder Wassersportler – auf diesen Routen kommt jeder Campingfan auf seine Kosten.

Route 1: Thüringer Wald und Rhön – Von barocken Residenzen zum Sternenhimmel

Diese Tour führt durch naturbelassene Wälder bis in das „Land der offenen Fernen“. Der Roadtrip startet in der barocken Residenzstadt Gotha und führt über den bekannten Wintersportort Oberhof quer durch den Thüringer Wald bis nach Meiningen, das vor allem für sein historisches Staatstheater berühmt ist.

Das Highlight für Camper: In der Rhön erwartet Reisende mit dem Wohnmobil ein besonders faszinierendes Naturereignis – ein nahezu ungestörter, sternenklarer Nachthimmel, der sich dank der geringen Lichtverschmutzung der Region perfekt beobachten lässt.

Route 2: Das östliche Thüringen – Kultur, Geschichte und IDylle

Der Camping-Kurztrip durch Thüringens Osten vereint die schönsten Highlights der Region auf einer Strecke. Die Route führt von Greiz zum Zeulenrodaer Meer, vorbei an der majestätischen Leuchtenburg und der Lichtstadt Jena bis in die Spielkartenstadt Alburg. Neben imposanten Schlössern und lebendigen Städten besticht diese Tour vor allem durch den ständigen Wechsel von Kultur und idyllischer Landschaft.

Route 3: Weimar und die Stauseen – Meer-Feeling mitten in Deutschland

Für einen Ausflug ans Wasser müssen Campingbegeisterte nicht extra an die Nord- oder Ostsee fahren. Ausgehend von der Klassikstadt Weimar führt dieser Kurztrip durch Thüringens Mitte direkt in eine der schönsten Wasserregionen Deutschlands: das Zeulenrodaer Meer und die beeindruckende Stauseeregion des Thüringer Meeres.

Direkt am Ufer gelegene Camping- und Stellplätze laden hier nicht nur zum Entspannen ein, sondern bieten auch die perfekte Gelegenheit für einen Sprung ins kühle Nass oder für verschiedene Wassersportaktivitäten.

Route 4: Eichsfeld-Hainich-Werratal – Auf den Spuren von Urwald und Burgen

Abwechslungsreiche Natur und tiefe Einblicke in die Geschichte verspricht der Kurztrip durch den Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Die besondere Atmosphäre des Hainich – bekannt als der „Urwald mitten in Deutschland“ – lässt sich am besten beim Übernachten auf einem der naturnahen Stellplätze erleben.

Entlang der Strecke warten zudem sagenumwobene Burgen darauf, entdeckt zu werden. Absoluter Höhepunkt ist hierbei die berühmte Wartburg bei Eisenach, die Besucher auf eine spannende Reise in die Vergangenheit mitnimmt.

Jena: Bund und Land fördern Projekte von Universität und Klinikum für 94 Millionen Euro

Der Wissenschaftsrat der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) hat sich in seiner April-Sitzung dafür ausgesprochen, zwei bedeutende Thüringer Forschungsbauvorhaben zu fördern: das »Imaginamics Center« derFSU und »SysBrain« am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Die Förderung in Höhe von 94 Millionen Euro übernehmen Bund und Land jeweils hälftig; die Realisierung startet ab 2027.

Im Exzellenzcluster »Imaginamics«, für das ein neues Zentrum entstehen wird, forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinär an Themen der Kultur, Geistes-, Sozial- und Medienwissenschaften und untersuchen gesellschaftliche Phänomene wie soziales Imaginieren. »SysBrain« widmet sich der Erforschung der psychischen Gesundheit und erhält mit dem »Center for Systemic Regulation of Brain Circuits and Social Behavior« ebenfalls ein neues Forschungsgebäude. Beide Bauten sollen 2031 bezugsfertig sein.

»Die beiden Forschungsbauvorhaben versorgen die Spitzenforschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Universitätsklinikum mit dringend benötigtem Raum. Die Förderentscheidung ist eine Bestätigung für die exzellente wissenschaftliche Ausrichtung der beiden Einrichtungen und des Wissenschaftsstandortes Jena insgesamt«, freut sich Wissenschaftsminister Christian Tischner. »Ein toller, doppelter Erfolg für Thüringen.«

Unsere Forschungen zum sozialen Imaginieren führen viele Disziplinen zusammen und zielen auf einen engen Austausch mit der Öffentlichkeit. Das ›Imaginamics Center‹ wird dafür ideale Bedingungen bieten.

Prof. Dr. Johannes Grave, Sprecher des Exzellenzclusters »Imaginamics« an der FSU Jena:

›SysBrain‹ schafft eine entscheidende Grundlage dafür, dass wir unsere Forschung zur psychischen Gesundheit in Jena weiter ausbauen und auf das Wechselspiel von körperlichen und sozialen Faktoren erweitern können.

Prof. Dr. Martin Walter, Sprecher für »SysBrain« und zugleich Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKJ:

Der Wissenschaftsrat ist das zentrale wissenschaftspolitische Beratungsgremium des Bundes und der Landesregierungen. Die Förderempfehlung ist die Voraussetzung, damit der Bund die Hälfte der Kosten für das neue »Imaginamics Center« in Höhe von gut 24 Millionen Euro und die Hälfte der Kosten für das »SysBrain« in Höhe von rund 70 Millionen Euro übernehmen, die andere Hälfte trägt der Freistaat Thüringen.


Hintergrund

Die Förderung von Forschungsbauten erfolgt auf Basis von Artikel 91 b GG. Grundlage der Förderentscheidung bilden die Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Für die Förderung von Forschungsbauten stehen 401 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Die Mittel werden hälftig durch den Bund und das jeweilige Sitzland bereitgestellt. Forschungsbauten zeichnen sich durch eine überregional bedeutsame Forschungsprogrammatik aus.

»Imaginamics Center« an der FSU

In dem Forschungsbau »Imaginamics Center« soll erforscht werden, wie sozial geteilte Imaginationen Gesellschaften zusammenhalten, spalten und verändern. Insgesamt soll ein umfassendes Verständnis sozialen Imaginierens erarbeitet werden. Das ehemalige und aktuell leerstehende Universitätshauptgebäude im Fürstengraben 23 in Jena, zuletzt Ort der Rechtsmedizin an der Universität Jena, soll als Forschungsbau für das »Imaginamics Center« umgebaut werden. Mit dem Umbau entstehen bis 2031 insgesamt rund 1.500 m² neue Forschungsflächen für die Universität Jena.

»SysBrain« am UKJ

In dem Forschungsneubau »Center for Systemic Regulation of Brain Circuits and Social Behavior« (SysBrain) sollen die Wechselwirkungen zwischen Hirnnetzwerken und Gesamtorganismus in der Reaktion auf Umweltreize sowie ihre Auswirkungen auf die Erhaltung der mentalen Gesundheit sowie für die Entstehung und den Verlauf neuropsychiatrischer Erkrankungen erforscht werden. Der Forschungsneubau soll auf dem Campus für die Seelische Gesundheit im Landgrafengebiet bis 2031 entstehen und mit rund 2.700 m² Forschungsflächen Raum und hochmoderne Forschungstechnologien bieten, um bestehende und neue Forschungsgruppen fächerübergreifend zusammenzuführen.

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Schlag gegen die Drogenkriminalität: Erfurter Ermittler nehmen 50-Jährigen fest und beschlagnahmen kiloweise Rauschgift

Der Erfurter Kriminalpolizei ist ein bedeutender Ermittlungserfolg im Kampf gegen den illegalen Drogenhandel gelungen. Im Rahmen eines groß angelegten Verfahrens wegen des Verdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge klickten für einen 50-jährigen Mann die Handschellen. Zudem stellten die Beamten knapp 4,5 Kilogramm Rauschgift sowie Waffen und Bargeld sicher.

Zugriff nach wochenlangen Ermittlungen

Dem Zugriff ging eine wochenlange und akribische Arbeit der Kriminalpolizeiinspektion Erfurt voraus. Bereits am 7. Mai 2026 schlugen die Ermittler schließlich zu und nahmen den 50-jährigen, bereits polizeibekannten Mann vorläufig fest. Schon bei dieser ersten Festnahme stellten die Beamten ein Kilogramm Kokain sicher.

Noch am selben Tag intensivierten die Kriminalisten die Maßnahmen. Mit Unterstützung der Thüringer Bereitschaftspolizei wurden mehrere Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Erfurt vollstreckt.

Waffen, Bargeld und Diebesgut in Ilversgehofen entdeckt

Besonders erfolgreich war die Durchsuchung einer Wohnung im Erfurter Stadtteil Ilversgehofen. Dort stießen die Beamten auf ein großes Depot an illegalen Substanzen und gefährlichen Gegenständen.

Die Bilanz der Sicherstellung:

  • Rauschgift: Weitere ca. 1,3 Kilogramm Kokain, knapp zwei Kilogramm Haschisch und mehr als 170 Gramm Methamphetamin.
  • Waffen: Zwei Schusswaffen inklusive passender Munition sowie zwei Messer.
  • Bargeld & Beweismittel: Rund 1.400 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung und ein Mobiltelefon.
  • Diebesgut: Zwei Fahrräder und zwei E-Scooter, die nach früheren Diebstählen bereits zur Fahndung ausgeschrieben waren.

Untersuchungshaft angeordnet – Arbeit der Ermittler geht weiter

Nach seiner Festnahme wurde der mutmaßliche Dealer einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl umgehend in Vollzug, woraufhin der 50-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde. Trotz des schnellen Zugriffs und der umfangreichen Sicherstellungen ist die Arbeit der Kriminalpolizei noch lange nicht beendet.

In den kommenden Wochen müssen die beschlagnahmten Substanzen kriminaltechnisch untersucht und das aufgefundene Mobiltelefon ausgewertet werden. Zudem gilt es, die gesicherten Spuren präzise zuzuordnen und zahlreiche Zeugen zu vernehmen. Ziel der Ermittler ist es, die Beweislage für das anstehende staatsanwaltschaftliche Verfahren so zu verdichten, dass die dem Beschuldigten zur Last gelegten Straftaten vor Gericht lückenlos nachgewiesen werden können.

Verfolgungsjagd im Landkreis Sonneberg: Getunte Simson prallt gegen Streifenwagen

Eine rücksichtslose Flucht vor der Polizei endete am Mittwochnachmittag für einen jugendlichen Mopedfahrer im Krankenhaus. Der 17-Jährige war Beamten der Sonneberger Polizei zuvor durch seine riskante Fahrweise und ein mutmaßlich manipuliertes Fahrzeug aufgefallen. Gegen 15:00 Uhr bemerkte eine Streifenbesatzung in Blechhammer eine optisch und technisch veränderte Simson. An dem Moped war zudem ein gefälschtes Kennzeichen angebracht. Der Fahrer war den Beamten kein Unbekannter: Er war bereits in der Vergangenheit mehrfach durch die Flucht vor Polizeikontrollen aufgefallen.

Als die Polizisten das Anhaltesignal einschalteten, gab der Jugendliche Gas. Mit einer Geschwindigkeit von mehr als 90 km/h raste er durch die Ortslage Blechhammer. Auf der anschließenden Flucht über Waldwege und unwegsames Gelände verloren die Beamten den Sichtkontakt zwar kurzzeitig, konnten den Flüchtigen wenig später in Friedrichstal jedoch wieder ausmachen. Auf seinem Weg dorthin soll der Mopedfahrer äußert riskante Überholmanöver durchgeführt haben.

Kollision beendet die Fahrt

In Friedrichstal endete die Flucht abrupt: Aufgrund seiner überhöhten Geschwindigkeit verlor der 17-Jährige die Kontrolle über sein Zweirad, rutschte gegen den stehenden oder langsam fahrenden Funkstreifenwagen und stürzte. Der Jugendliche zog sich bei dem Sturz leichte Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Das getunte Moped wurde von der Polizei noch vor Ort beschlagnahmt.

Gegen den Fahrer wird nun wegen mehrerer Delikte ermittelt, unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Die Ermittlungen zum exakten Unfallhergang dauern an.

Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmer und Zeugen

Die Polizei in Sonneberg sucht nun nach Personen, die durch die Fahrweise des Jugendlichen gefährdet wurden oder Angaben zu dem Vorfall machen können.

  • Wo fanden die Gefährdungen statt? Auf der Strecke zwischen Blechhammer und Friedrichstal (inklusive Waldwege).
  • Wann passierte es? Gestern Nachmittag, kurz nach 15:00 Uhr.
  • Wie kann man helfen? Wer Hinweise zum Fahrstil des Flüchtigen geben kann oder selbst ausweichen musste, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Polizei Sonneberg unter der Telefonnummer 0361-574376100 entgegen. Bitte geben Sie dabei die Vorgangsnummer 0124556 an.

Tierquälerei in Greiz: Hund geschlagen und Polizisten wüst beschimpft

Wegen eines Falls von grausamer Tierquälerei mussten Beamte der Polizeiinspektion Greiz am Montagabend ausrücken. Aufmerksame Zeugen hatten gegen 20:30 Uhr in der Rosa-Luxemburg-Straße Alarm geschlagen, nachdem sie einen Mann beobachtet hatten, der brutal auf seinen eigenen Hund einschlug und nach dem Tier trat. Beim Eintreffen der Streifenwagen vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein Bild, das die Schilderungen der Passanten traurigerweise bestätigte.

Hund aus der Gefahrenzone gerettet

Um den Vierbeiner vor weiteren Misshandlungen zu schützen, fackelten die Beamten nicht lange: Sie trennten das sichtlich verängstigte Tier von seinem Halter und übergaben es vorerst in die sichere Obhut eines örtlichen Tierheims. Dort wird der Hund nun tierärztlich betreut und aufgepäppelt.

Aggressiv und betrunken: Halter geht auf Polizisten los

Für den 47-jährigen Tierhalter hatte der Einsatz damit jedoch noch kein Ende. Der Mann, der den Angaben zufolge eine deutliche Alkoholfahne aufwies, zeigte sich im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen vollkommen uneinsichtig. Stattdessen richtete er seine Aggressionen nun gegen die Staatsgewalt: Er überzog die eingesetzten Beamten mit einer Reihe von ehrverletzenden und wüsten Beleidigungen.

Einen angebotenen Atemalkoholtest verweigerte der rabiate Mann strikt. Die Quittung für sein Verhalten folgte auf dem Fuße: Die Polizei hat gegen den 47-Jährigen gleich mehrere entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet – sowohl wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz als auch wegen Beamtenbeleidigung.

Skurriler Vorfall in Stadtroda: Hakenkreuze aus Erdnussbutter auf Schotterweg geschmiert

Wenn die Polizei zu politisch motivierten Schmierereien gerufen wird, gehören Sprühdosen, Eddings oder Lackfarben zum traurigen Alltag der Beamten. In Stadtroda im Saale-Holzland-Kreis griff ein bislang unbekannter Täter am Dienstagmorgen jedoch zu einer äußerst ungewöhnlichen Methode, die selbst erfahrene Polizisten ungläubig zurückließ.

Auf einem Schotterweg im Stadtgebiet wurden zwei verbotene Hakenkreuze entdeckt, jeweils in einer Größe von etwa 40 mal 40 Zentimetern. Das verwendete Material gab den Einsatzkräften vor Ort zunächst Rätsel auf, da es so gar nicht zu den typischen Mustern der politisch motivierten Kriminalität passte.

Ermittlungen im Frühstücksregal

Nach genauerer Betrachtung und einigen ungläubigen Blicken der Beamten stand das skurrile Ergebnis fest: Der Täter hatte für die verfassungsfeindlichen Symbole keine Farbe verwendet, sondern eine Packung Erdnussbutter aus dem Lebensmittelregal.

Auch wenn die Aktion aufgrund des abgelegenen Fundortes kaum öffentlichkeitswirksam war, versteht die Justiz bei solchen Symbolen keinen Spaß. Die Polizei leitete umgehend ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.

Spurensuche erschwert, Reinigung erleichtert

Während die Ermittler nun versuchen, dem Täter auf die Spur zu kommen, gestaltete sich die Schadensbeseitigung in diesem Fall erfreulich unkompliziert. Statt teurer Spezialreiniger oder Sandstrahler reichte in diesem Fall eine einfache Reinigung: Die klebrige Substanz konnte von dem Schotterweg schlicht und rückstandslos mit Wasser weggewaschen werden.

Glück im Unglück: Betrunkener stürzt in Zwei-Meter-Schacht hinter dem Weimarer Bahnhof

Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist am Dienstagabend zu einem verlassenen Gelände hinter dem Bahnhof in Weimar geeilt. Was zunächst nach einem hochdramatischen Rettungseinsatz klang, entpuppte sich glücklicherweise als ein Unfall mit glimpflichem Ausgang, bei dem vor allem eine erhebliche Menge Alkohol im Spiel war.

Gegen 18:56 Uhr ging bei der Leitstelle der Notruf ein, dass eine Person in einen tiefen Schacht gestürzt sei. Umgehend rückten Feuerwehr, Rettungsdienst und die Polizei zum vermeintlichen Unglücksort aus.

Gleichgewicht auf der Schachtmauer verloren

Vor Ort stießen die Einsatzkräfte auf ein verlassenes Areal. Dort befand sich eine etwa zwei Meter tiefe, mit Unrat gefüllte Grube, die von einer Steinmauer umgeben ist.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang zeigten schnell, wie es zu dem Sturz gekommen war: Ein 64-jähriger Mann hatte sich auf die Begrenzungsmauer gesetzt, um dort zu verweilen. Aufgrund seiner massiven Alkoholisierung verlor er jedoch den Halt, kippte rückwärts in die Tiefe und verkeilte sich unglücklich in dem Schacht.

Atemalkoholtest zeigt über 2,6 Promille

Trotz des tiefen Sturzes hatte der Mann enormes Glück. Er war beim Eintreffen der Retter durchgehend ansprechbar und kam mit dem Schrecken sowie leichten Schürfwunden an den Händen und am Rücken davon. Der weiche Unrat am Boden der Grube dürfte den Aufprall maßgeblich abgefedert haben.

Ein noch vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest erklärte schließlich die mangelnde Standfestigkeit des 64-Jährigen: Das Gerät zeigte einen Wert von stolzen 2,64 Promille. Nach der erfolgreichen Bergung aus der misslichen Lage wurde der Leichtverletzte zur weiteren medizinischen Versorgung und zum Ausnüchtern in ein umliegendes Klinikum transportiert.

Ermittlungserfolg in Sömmerda: Gestohlener Baumarkt-Anhänger im Gebüsch wiederentdeckt

Ein Diebstahl mit glimpflichem Ausgang: Ein in der vergangenen Woche entwendeter Autoanhänger ist wieder aufgetaucht. Dank aufmerksamer Zeugen konnte das Diebesgut am Dienstagvormittag (19.05.2026) in Sömmerda sichergestellt werden. Kriminelle hatten den Anhänger wenige Tage zuvor vom Gelände eines örtlichen Baumarktes gestohlen und ihn im Anschluss beiseitegeschafft. Der Plan, das Fahrzeug langfristig zu verstecken, schlug jedoch fehl.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung schöpfen Verdacht

Der entscheidende Hinweis kam aus den Reihen der Kommunalverwaltung: Mitarbeiter der Stadtverwaltung Sömmerda hielten im Bereich eines Garagenkomplexes in der Vieselbacher Straße die Augen offen. Dort entdeckten sie den Autoanhänger, den Unbekannte in einem Gebüsch abgestellt und offenbar hastig mit Zweigen und Blättern zu tarnen versucht hatten. Um die Herkunft des Fahrzeugs zu verschleiern, hatten die Täter zudem das Kennzeichen abmontiert.

Polizei sichert Spuren und gibt Anhänger zurück

Die daraufhin alarmierte Polizei nahm den Fundort umgehend genauer unter die Lupe. Vor Ort wurden durch die Beamten umfangreiche Spuren gesichert, um Hinweise auf die Identität der Diebe zu erlangen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort gab es für den rechtmäßigen Eigentümer eine gute Nachricht: Er konnte seinen unbeschädigten Anhänger noch am selben Tag wieder in Empfang nehmen. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an.

Vorteil im Osten: Warum der Weg ins Wohneigentum in Thüringen bei der Grunderwerbsteuer kürzer ist

Das fehlende Eigenkapital bleibt für viele Kaufinteressierte die größte Hürde auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Häufig werden dabei die Kaufnebenkosten unterschätzt – allen voran die Grunderwerbsteuer. Wie lange Käufer für diese staatliche Abgabe im Durchschnitt arbeiten müssen, variiert je nach Bundesland drastisch. Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 zeigt nun: Während Immobilienkäufer in den westdeutschen Ballungsräumen und Stadtstaaten teils jahrelang allein für die Steuer arbeiten, kommen Thüringer im bundesweiten Vergleich besonders glimpflich davon.

Für den Freistaat Thüringen zeichnet die Auswertung ein erfreuliches Bild. Gemeinsam mit dem Nachbarland Sachsen-Anhalt gehört Thüringen bei der Steuerbelastung zu den absoluten Spitzenreitern – im positiven Sinne.

Wohnungskauf: Nur vier Monatsgehälter für die Steuer

Wer in Thüringen eine Eigentumswohnung erwerben möchte, muss für die Grunderwerbsteuer deutlich weniger Zeit und Geld einplanen als in den meisten anderen Regionen Deutschlands.

  • Die Zahlen im Freistaat: Beim Kauf einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung fällt in Thüringen eine Steuerlast von etwas mehr als 5.000 Euro an.
  • Der Aufwand: Ein Käufer mit einem thüringischen Durchschnittseinkommen muss hierfür im Schnitt lediglich rund vier Monatsgehälter aufbringen (gerechnet mit einem Anteil von 40 Prozent des Einkommens für die Immobilienfinanzierung).

Möglich macht dies die Kombination aus einem moderaten Immobilienpreisniveau und einem im bundesweiten Vergleich niedrigen Steuersatz: In Thüringen liegt die Grunderwerbsteuer bei 5,0 Prozent und rangiert damit im unteren Bereich der Bundesländer.

Zum Vergleich: In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg werden für eine vergleichbare Wohnung jeweils über 23.500 Euro Grunderwerbsteuer fällig. Die Käufer dort müssen volle 15 Monate arbeiten, um allein diese Nebenkosten zu finanzieren.

Hauskauf: Thüringen zieht mit Bayern gleich

Auch beim Traum vom eigenen Haus punktet Thüringen durch eine vergleichsweise geringe steuerliche Hürde. Während Hauskäufer in Berlin und Hamburg fast zweieinhalb Jahre und in Schleswig-Holstein annähernd zwei Jahre allein für die Grunderwerbsteuer arbeiten, geht es im Freistaat deutlich schneller.

Thüringen gehört beim Hauskauf zusammen mit Sachsen-Anhalt und Bayern zu den Ländern, in denen die Steuerlast am schnellsten abbezahlt ist – oft innerhalb von unter 12 Monaten.

Interessanter Sondereffekt: Bayern nimmt hierbei eine absolute Sonderrolle ein. Dort werden zwar extrem hohe Hauspreise aufgerufen, der Steuersatz ist mit 3,5 Prozent jedoch der niedrigste in ganz Deutschland. Thüringen erreicht die identisch kurze Abzahlungsdauer von unter einem Jahr hingegen durch seine Kombination aus dem fairen 5-Prozent-Steuersatz und den im Bundesschnitt deutlich günstigeren Hauspreisen.

Hohe Nebenkosten als Eigentumsbremse

Wie stark die Kaufnebenkosten den Vermögensaufbau beeinflussen, macht Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, deutlich:

„Hamburg und Berlin haben seit Jahren die niedrigsten Eigentümerquoten Deutschlands. Nicht nur hohe Kaufpreise, sondern auch hohe Nebenkosten sind dort eine erhebliche Hürde auf dem Weg ins Eigentum. Menschen mit mittleren Einkommen müssen jahrelang arbeiten, um allein die Grunderwerbsteuer zu begleichen.“

Für Normalverdiener in Thüringen erweist sich die Grunderwerbsteuer dank der regionalen Marktgegebenheiten somit als weitaus geringere Barriere auf dem Weg zum Eigenheim als im Westen oder in den großen Metropolen.

Meilenstein für die digitale Finanzinfrastruktur: Helaba tritt europäischem Stablecoin-Konsortium Qivalis bei

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) geht einen strategischen Schritt in Richtung Zukunft des digitalen Zahlungsverkehrs: Der Bankenkonzern ist dem europäischen Konsortium Qivalis beigetreten. Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Emission eines regulierten, vollständig durch Euro-Guthaben gedeckten Stablecoins. Mit dem Neuzugang der Helaba wächst das Konsortium auf insgesamt 37 Finanzinstitute in 15 europäischen Ländern an.

Gemeinsam bauen die Partner ein paneuropäisches Netzwerk auf, das eurobasierte On-Chain-Zahlungen und -Abwicklungen im großen Maßstab ermöglichen soll. Damit wird der Grundstein für die nächste Generation der digitalen Finanzmarktinfrastruktur in Europa gelegt.

Innovation und europäische Souveränität im Fokus

Für die Helaba ist das Engagement in der Blockchain-Welt kein Neuland. Die Landesbank treibt die Erforschung und Anwendung der Technologie bereits seit geraumer Zeit voran. Thomas Groß, CEO der Helaba, betont die strategische Bedeutung des Beitritts:

„Die Helaba beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Blockchain-Technologie und ihren Anwendungsmöglichkeiten – von digitalen Anleihen über tokenisierte Vermögenswerte bis hin zu neuen Formen der Zahlungsabwicklung. Mit unserem Beitritt zu Qivalis unterstreichen wir unseren Anspruch, innovative Zahlungsverkehrslösungen direkt in die Geschäftsprozesse unserer Kunden zu integrieren und so neue, zukunftsfähige Geschäftsmodelle im Ökosystem Zahlungsverkehr zu erschließen. Gleichzeitig unterstützen wir ausdrücklich das Ziel, europäische Souveränität in der digitalen Finanzinfrastruktur zu stärken.“

Die Vorteile der On-Chain-Lösung für Unternehmen

Qivalis plant die Bereitstellung einer On-Chain-nativen Payment- und Settlement-Lösung in Euro, die über verschiedene Anwendungsbereiche hinweg einsetzbar ist. Die Technologie verspricht erhebliche Effizienzgewinne für die Realwirtschaft:

  • Liquidität in Echtzeit: Unternehmen können Gelder rund um die Uhr ($24/7$) und ohne zeitliche Verzögerung bewegen.
  • Unabhängigkeit im Außenhandel: Europäische Exporteure sind künftig in der Lage, euro-denominierte Stablecoins direkt zu nutzen, wodurch die Abhängigkeit von drittstaatlichen Währungs- und Correspondent-Banken-Netzwerken entfällt.
  • Automatisierung durch Smart Contracts: Programmierbare Zahlungen rationalisieren komplexe Geschäftsprozesse und reduzieren den manuellen Abstimmungsaufwand auf ein Minimum.

Volle Regulierung nach MiCAR-Standard

Ein zentraler Pfeiler des Projekts ist die regulatorische Sicherheit. Das Konsortium strebt an, einen vollständig MiCAR-konformen (Markets in Crypto-Assets Regulation) Stablecoin zu etablieren. Die Aufsicht soll plangemäß durch die niederländische Zentralbank (De Nederlandsche Bank – DNB) erfolgen.

Durch diesen regulatorisch abgesicherten Rahmen wird die europäische Finanzwirtschaft in die Lage versetzt, ihre digitale Infrastruktur eigenständig zu gestalten. Das Konsortium setzt damit ein klares Signal für eine unabhängige und zukunftssichere Gestaltung des europäischen Zahlungsverkehrs sowie der Wertpapierabwicklung.