Die Mobilität in den eigenen vier Wänden erhalten

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Die gesundheitlichen Gründe für eine potenzielle Einschränkung der Beweglichkeit können vielseitig sein: Ein Unfall, Arthrose, Osteoporose oder etwas ganz anderes … In jedem Fall heißt es, wieder so viel Mobilität wie möglich zurückzuerlangen. Was auf eine sichere und motivierende Art und Weise geschehen sollte. Dazu leistet vor allem die sich aus verschiedenen Aspekten zusammensetzende Sturzprophylaxe einen hilfreichen Beitrag.

Welche Hilfsmittel tragen zur Mobilität in der eigenen Wohnung bei?

Auf den ersten Blick erscheinen vor allem Hilfsmittel wie Gehstöcke, Rollatoren oder Rollstühle besonders einleuchtend. Aber auch die Wirkung von korrekt angepassten Brillen und Hörgeräten sollte nicht unterschätzt werden. Immerhin sind diese für eine sichere Orientierung und das korrekte Einschätzen von Abständen und Höhen in der Wohnung wesentlich. Darüber hinaus ermöglichen im Badezimmer angebrachte Hilfsmittel wie Badewannensitze und -lifte, Duschhocker, Haltegriffe und Co. die sichere Nutzung des Raumes. Zu seiner Gestaltung folgen im vorletzten Abschnitt noch einige Worte mehr.

Und dann ist da auch noch – sofern es sich nicht um eine ebenerdige Wohnung oder einen Bungalow handelt – die Treppe. Schließlich können viele Menschen mit Bewegungseinschränkungen die Stufen nicht mehr ohne Weiteres bewältigen können. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Stürze auf ihr als besonders gefährlich erweisen. Schließlich fällt es vielen Seniorinnen und Senioren schon schwer, einen einkalkulierten Fall souverän zu koordinieren. Kommt noch ein Überraschungsmoment dazu, wird es noch einmal deutlich schwieriger. Von daher steht außer Frage, dass sich ein Sturztraining lohnt. Im Zweifelsfall und auf lange Sicht ist es jedoch ähnlich sinnvoll, sich mit der Thematik der Überbrückung der Stufen auseinanderzusetzen. Denn Treppenlifte Krankenkasse und Kosten – das ist eine Kombination, die Zeit und Sorgfalt erfordert, wenn es darum geht, das für einen ideale Modell zu finden.

Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Wer seinen Treppenlift nicht komplett selbst bezahlen, sondern von verschiedenen Förderungen profitieren möchte, sollte sich rechtzeitig informieren. Schließlich können solche Zuschüsse beispielsweise für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gewährt werden. Vorher muss man allerdings in Erfahrung bringen, ob die Kranken- beziehungsweise die Pflegekasse überhaupt für einen zuständig ist. Anschließend gilt es, mindestens den Pflegegrad 1 feststellen zu lassen und mehrere Angebote inklusive Kostenvoranschlägen vorzulegen. Diese Angebote müssen der medizinischen Notwendigkeit angemessen sein. Achtung: In der Regel schließen die Kassen eine rückwirkende Kostenübernahme aus. Deswegen sollte man den Lift auf keinen Fall vor der von den Kassen abgeschlossenen Angebotsprüfung kaufen. Das gilt auch dann, wenn man sich im Zuge der barrierefreien Wohnraumgestaltung für einen KfW-Kredit aus dem Programm Altersgerecht Umbauen (159) interessiert.

Welche weiteren Maßnahmen gehören zur Sturzprophylaxe?

Wie schon angesprochen, existieren mehrere Maßnahmen, die die Person selbst betreffen. Zusätzlich sind neben der korrekten Verwendung geeigneter Hilfsmittel vor allem die Stärkung der Muskulatur und die Stabilisierung des Gleichgewichtssinns zu nennen. Seniorinnen und Senioren nehmen daher idealerweise an einem an ihre persönlichen Bedürfnisse und Vorerkrankungen ausgerichteten Kraft- und Ausdauertraining teil. Dadurchhaben die Möglichkeit, ihre noch bestehende Beweglichkeit zu erhalten und vielleicht sogar (wieder) etwas zu verbessern. In der Folge bewegen sie sich sicherer. Diese grundsätzlich erhöhte Sicherheit minimiert das Sturz- und Verletzungsrisiko ebenfalls wieder. 

Eine weitere Sturzursache liegt in der Einnahme von Medikamenten und einer damit verbundenen, verzerrten Raumwahrnehmung und/oder stärkeren Unkonzentriertheit beziehungsweise Müdigkeit. Deswegen sollte die Medikamentierung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Zusätzlich ist es sinnvoll, auf eine passgenaue, nicht zu lange Kleidung zurückzugreifen. Einerseits gewährt sie eine ausreichende Bewegungsfreiheit. Andererseits verhindert sie, dass unfreiwillige Auf-sie-Treten oder In-einem-Türgriff-Hängenbleiben. Gut sitzende Schuhe mit einem ausgeprägten Profil sorgen ebenfalls dafür, dass es nicht zum unabsichtlichen Ausrutschen kommt.

Apropos Anpassung: Bei den Maßnahmen, die sich auf die Wohnumgebung beziehen, ist es ebenso von Belang, die Stolpergefahr zu minimieren. Stichwort Rutschhemmung im Badezimmer oder in der Küche. Weitere Maßnahmen, mit denen man sich in diesem Zusammenhang intensiver beschäftigen sollte, sind

  • die Beseitigung von Stolperfallen wie herumliegenden Kabeln und hochstehenden Teppichkanten,
  • ein geschicktes Beleuchtungskonzept (insbesondere im Hinblick auf Kanten und Treppenstufen sowie die unkomplizierte Erreichbarkeit von Lichtschaltern) sowie
  • die barrierearme Einrichtung der Wohn- und Arbeitsräume entsprechend den eigenen Bedürfnissen.

Letztlich ist hierbei ziemlich vieles gut, was eine eigenständige und sichere Nutzung des Wohnraums ermöglicht. Welche einzelnen Aspekte dabei in welcher Form realisiert werden sollen, muss dabei allerdings bei einer Besprechung mit einem Experten für den jeweiligen Bereich geklärt werden. Schließlich können die Wünsche und Notwendigkeiten von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfallen.

Was ist eigentlich mit der Mobilität vor der Haustür?Hilfsmittel wie Rollatoren oder Rollstühle finden selbstverständlich nicht nur innerhalb der eigenen vier Wände Anwendung. Gut so, denn wer sein kleines Transportmittel kompetent und sicher bedient und für die Fortbewegung im größeren Verkehrsraum unter anderem auf den öffentlichen Nahverkehr setzt, ist ganz im Sinne der nachhaltigen Mobilität unterwegs. Und ein wenig vor die Tür zu kommen und am öffentlichen Leben teilzunehmen, verleiht ja auch wieder zusätzlichen Schwung. Schwung, der sich positiv auf das eigene Wohlbefinden und die eigene Agilität auswirkt.

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