Start Blog Seite 43

Gotha-West: Betrunken Wohnung mit Kneipe verwechselt

Zu einer kuriosen, aber für den betroffenen Anwohner äußerst unangenehmen Auseinandersetzung kam es am frühen Samstagmorgen in einem Wohngebiet in Gotha-West. Ein offenbar stark alkoholisierter Mann versuchte, sich gewaltsam Zugang zu einer Erdgeschosswohnung zu verschaffen.

Ein nächtlicher Klopfversuch eskaliert

Der Bewohner der Wohnung staunte nicht schlecht, als er am frühen Morgen durch energisches Klopfen an seiner Tür geweckt wurde. Als er öffnete, stand ihm ein sichtlich angetrunkener Mann gegenüber, der Einlass in die Räumlichkeiten begehrte.

Als der Bewohner dem ungebetenen Gast unmissverständlich zu verstehen gab, dass dieser die Wohnung nicht betreten dürfe, schlug die Stimmung des Mannes augenblicklich um: Anstatt den Ort zu verlassen, begann der 42-Jährige, den Bewohner massiv zu beschimpfen und zu beleidigen. Erst nach einigem Zögern entfernte sich der Störenfried widerwillig vom Tatort.

„Suche nach der Kneipe“: Die skurrile Rechtfertigung

Die alarmierte Polizei konnte den 42-Jährigen wenig später im näheren Umfeld der Wohnung antreffen. Bei der anschließenden Befragung lieferte der Mann eine ebenso skurrile wie haltlose Begründung für sein Verhalten: Er sei davon ausgegangen, dass es sich bei der Wohnung um eine ehemalige Kneipe handele, die er zu nächtlicher Stunde habe aufsuchen wollen.

Rechtliche Konsequenzen

Die Beamten bewerteten den Vorfall jedoch weniger als Verwechslung, sondern als strafrechtlich relevante Störung des Friedens. Da der Mann sich während der Kontrolle durchgehend unkooperativ und aggressiv zeigte, leiteten die Einsatzkräfte entsprechende Ermittlungsverfahren ein. Der 42-Jährige muss sich nun wegen Bedrohung und Beleidigung verantworten.

Unfall am Ortsrand von Weingarten: Hähnchengrill-Transporter überschlägt sich – Fahrer alkoholisiert

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am gestrigen Samstagabend am Ortsrand von Weingarten. Ein mit einem Hähnchengrill ausgestatteter Transporter kam von der Fahrbahn ab, verlor die Kontrolle und überschlug sich in der Folge.

Unfallhergang und Rettungseinsatz

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam das Fahrzeug aus ungeklärter Ursache von der Straße ab. Durch die Wucht des Abkommens überschlug sich der Transporter und blieb beschädigt liegen. Der 61-jährige Fahrzeugführer konnte das Fahrzeug glücklicherweise nur leicht verletzt verlassen. Er wurde vor Ort medizinisch betreut.

Hoher Sachschaden und polizeiliche Ermittlungen

Während der Unfallaufnahme durch die Beamten ergaben sich jedoch schnell Hinweise auf die Unfallursache: Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest bei dem Fahrer erbrachte einen Wert von 0,98 Promille.

Die Bilanz des Unfalls ist nicht nur für den Fahrer, sondern auch finanziell schwerwiegend:

  • Gesamtschaden: Die Polizei schätzt den Schaden am Transporter, an einem in Mitleidenschaft gezogenen Weidezaun sowie an zerstörten Verkehrseinrichtungen auf eine Gesamthöhe von ca. 85.000 Euro.

Konsequenzen für den 61-Jährigen

Die polizeilichen Maßnahmen folgten unmittelbar auf die Feststellung der Alkoholisierung. Der Führerschein des Mannes wurde noch an der Unfallstelle beschlagnahmt. Gegen den 61-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Er muss nun mit dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen. Die Ermittlungen zum genauen Hergang des Vorfalls dauern an.

Geburtenknick 2025 in Jena: Historischer Tiefstand und maximale Vielfalt bei den Babynamen

0

Die Geburtenzahlen in der Saalestadt haben einen historischen Tiefpunkt erreicht. Nach vorläufigen Angaben wurden im Jahr 2025 (Stand: 02.02.2026) in Jena lediglich 647 Kinder geboren. Ein so geringer Wert wurde zuletzt Anfang der 1990er-Jahre registriert. Dieser markante Geburtenrückgang spiegelt sich nun auch unübersehbar in der Statistik der Standesämter wider: Da immer weniger Babys das Licht der Welt erblicken, reichen heutzutage bereits Kleinstmengen an Nennungen aus, um es an die Spitze der beliebtesten Vornamen zu schaffen.

Namensvielfalt boomt: Große Individualität bei den Eltern

An die insgesamt 328 Jungen und 319 Mädchen, die 2025 in Jena geboren wurden, vergaben die frischgebackenen Eltern stolze 438 verschiedene Vornamen. Der Trend geht dabei ganz klar zur Individualität:

  • Exoten-Status: 170 Mädchen- und 146 Jungennamen wurden im gesamten Jahr jeweils nur ein einziges Mal gewählt.
  • Klassischer Einzelname: 179 Mädchen und 193 Jungen erhielten genau einen Vornamen.
  • Zweitname im Trend: Für 127 Mädchen und 120 Jungen suchten die Eltern zwei Namen aus.
  • Drei oder mehr Namen: Dies blieb mit 13 Mädchen und 15 Jungen eher die Ausnahme.

(Hinweis zur Statistik: Doppelnamen wurden nach ihrem ersten Namensbestandteil erfasst, unterschiedliche Schreibweisen zusammengefasst und bei mehreren Vornamen stets der erste gezählt.)

Die beliebtesten Mädchennamen: Emma verteidigt die Krone

Jeweils nur sieben vergebene gleiche Vornamen reichten im Jahr 2025 sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen für den Thron. Einzigstellige Werte bei den Erstplatzierten gibt es in Jena erst seit dem Jahr 2024 – ein direktes Resultat der sinkenden Geburtenraten. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 1999 schaffte es der Name Anna noch mit 19 Nennungen auf Platz 1.

Die Top-Mädchennamen 2025 in Jena:

  1. Platz 1: Emma (7 Vergaben) – Verteidigt wie schon 2024 den Spitzenplatz mit minimaler Nennungsanzahl.
  2. Platz 2: Mathilda/Matilda (6 Vergaben) – Verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr (2024: Platz 3 mit 5 Nennungen).
  3. Platz 3: Ein sechsfaches Unentschieden (jeweils 5 Vergaben) – Diesen Rang teilen sich Charlotte, Clara/Klara, Ella, Emilia, Lea sowie Thilda/Tilda.

Interessantes Detail am Rande: Clara/Klara wurde zudem viermal als Zweit- oder weiterer Vorname gewählt. Ähnlich erging es Johanna: Sie wurde zwar nur dreimal als Erstname ausgesucht, tauchte aber ebenfalls viermal als Zweitname auf.

Im langfristigen Allzeit-Ranking seit 1993 thronen bei den Mädchen weiterhin Anna (99 Nennungen bei sieben Erstplatzierungen), Hanna/Hannah und Clara/Klara an der Spitze. Davon war 2025 allerdings nur noch Clara/Klara unter den meistgewählten Namen vertreten.

Die beliebtesten Jungennamen: Arthur stürmt auf Platz 1

Bei den Jungen gab es an der Spitze eine echte Premiere: Arthur holte sich mit gerade einmal 7 Nennungen den 1. Platz. Noch nie reichten einem Jungennamen so wenige Stimmen für den Sieg. Arthur steigerte sich im Vergleich zu 2024 um zwei Nennungen und kletterte von Rang 4 ganz nach oben. Der Vorjahressieger Bruno (2024 mit 8 Nennungen auf Platz 1) stürzte indes komplett ab und wurde 2025 weniger als dreimal gewählt.

Die Top-Jungennamen 2025 in Jena:

  1. Platz 1: Arthur (7 Vergaben)
  2. Platz 2: Karl und Mateo/Matteo/Mattheo (jeweils 6 Vergaben)
  3. Platz 3: Adam, Jonathan und Theodor (jeweils 5 Vergaben)

Der „Ewige Paul“ und das Erbe der geburtenstarken Jahre

Auch wenn Namen wie Paul, Lucas/Lukas und Maksymilian/Maximilian im Jahr 2025 erneut weniger häufig vergeben wurden, dominierten sie die Allzeit-Rangliste in Jena seit 2007 unverändert.

Dass diese Namen uneinholbar in Führung liegen, verdanken sie den hohen Geburten- und Vergabezahlen der früheren Jahrzehnte. Spitzenreiter Paul bringt es durch sechs Erstplatzierungen auf stolze 83 Nennungen seit Beginn der Erhebung und wurde in den vergangenen 33 Jahren im Schnitt 9,5-mal pro Jahr gewählt. Ein Wert, von dem der aktuelle Spitzenreiter Arthur im Jahr 2025 nur träumen kann.

Wohnungsbau in Jena: Ein Jahrzehnt zwischen Boom und historischem Tiefstand

0

Die Entwicklung des Wohnungsbaus in der Saalestadt zeigt im Zeitraum von 2015 bis 2025 eine deutliche Abwärtstendenz mit nur vereinzelten Erholungsphasen. Wie aus den offiziellen Daten der Stadt Jena hervorgeht, hat sich die Anzahl der jährlich neu fertiggestellten Wohngebäude und Wohnungen im letzten Jahrzehnt drastisch verringert. Der Markt bewegt sich nach einem kurzen Zwischenhoch im Jahr 2024 nun wieder auf einem historischen Tiefpunkt.

Der dramatische Rückgang der Bauaktivität

Zu Beginn des betrachteten Zeitraums im Jahr 2015 florierte der Wohnungsbau in Jena noch: Insgesamt wurden 139 neue Wohngebäude errichtet. Diese Zahl sank in den Folgejahren kontinuierlich und erreichte im Jahr 2022 mit lediglich 35 Wohngebäuden ihren vorläufigen Tiefpunkt.

Nach einer spürbaren, aber kurzen Erholung im Jahr 2024, in dem noch einmal 69 Gebäude fertiggestellt wurden, stürzten die Zahlen im Jahr 2025 erneut ab. Mit nur 37 neugebauten Wohngebäuden verfehlt Jena das Niveau von vor zehn Jahren um Längen.

Wohnungsneubau bricht im Jahr 2025 massiv ein

Noch deutlicher wird die Krise beim Blick auf die Gesamtzahl der neu geschaffenen Wohnungen in Wohngebäuden:

  • Das Hoch (2016): Mit 451 neuen Wohnungen verzeichnete Jena im Jahr 2016 den absoluten Spitzenwert des letzten Jahrzehnts.
  • Der Einbruch (2022): Im Jahr 2022 wurde mit gerade einmal 101 Wohnungen fast die Hundert-Marke unterschritten.
  • Der jüngste Absturz (2025): Nachdem das Jahr 2024 dank größerer Projekte noch einmal einen kräftigen Schub auf 393 Wohnungen brachte, brach der Markt im Jahr 2025 regelrecht ein. Es wurden insgesamt nur noch 105 Wohnungen bezugsfertig – der zweitniedrigste Wert des gesamten Zehnjahreszeitraums.

Entwicklung nach Gebäudetyp

Die Daten der Stadt Jena zeigen zudem, wie sich die Verteilung der verschiedenen Wohnformen verändert hat:

Ein- und Zweifamilienhäuser stabilisieren das Niveau

Der Bau von Gebäuden mit nur einer Wohneinheit (klassische Einfamilienhäuser) bildet das stabilste Fundament im Jenaer Wohnungsbau. Im Jahr 2025 machten sie mit 28 Gebäuden den Löwenanteil der gesamten Wohnbauaktivität aus. Gebäude mit zwei Wohneinheiten spielen hingegen kaum noch eine Rolle; im Jahr 2025 wurde in dieser Kategorie laut Statistik kein einziges Gebäude fertiggestellt.

Einbruch beim Geschosswohnungsbau

Besonders schwer wiegt der Rückgang bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten (Mehrfamilienhäuser). Während im Jahr 2016 noch 46 große Wohngebäude entstanden und im Jahr 2024 immerhin noch 40, sank diese Zahl im Jahr 2025 auf magere 9 Gebäude. Da der Geschosswohnungsbau den Hauptanteil an bezahlbarem Mietwohnraum liefert, verschärft dieser Einbruch die Situation für Wohnungssuchende in Jena erheblich.

Die Daten im Überblick (2015 – 2025)

Die folgende Tabelle verdeutlicht den Verlauf des Wohnungsbaus in Wohngebäuden über die Jahre hinweg:

JahrNeugebaute Wohngebäude insgesamtdavon: 1 Wohneinheitdavon: 3 und mehr WohneinheitenWohnungen in Wohngebäuden insgesamt
20151399528440
2017885628291
2019654511184
2021493015130
2023362012148
2024692440393
202537289105

Keine Entlastung durch Nichtwohngebäude

In früheren Jahren konnten zusätzliche Wohnungen in Nichtwohngebäuden (z. B. durch den Neubau von Wohnheimen, Seniorenzentren oder gemischt genutzten Immobilien) den Markt temporär entlasten. Im Jahr 2016 entstanden auf diese Weise beachtliche 294 zusätzliche Wohnungen. In den Jahren 2024 und 2025 meldet die Statistik in diesem Bereich jedoch einen Wert von Null.

Für den Jenaer Wohnungsmarkt bedeuten die Ergebnisse des Jahres 2025 ein Alarmsignal. Die Kombination aus gestiegenen Baupreisen, hohen Zinsen und fehlenden Großprojekten im Mietwohnungsbereich hat den Zuwachs an neuem Wohnraum im Vergleich zum Beginn der Erhebung fast vollständig gelähmt.

Deutschlandstipendium: Thüringen bleibt bundesweites Schlusslicht bei der Förderung

0

Während die Zahl der Deutschlandstipendien bundesweit leicht wächst und die Hochschulen immer mehr private Gelder akquirieren, hinkt Thüringen im Ländervergleich hinterher. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, teilte sich der Freistaat im Jahr 2025 gemeinsam mit Berlin den unrühmlichen letzten Platz bei der Förderquote. Nur mickrige 0,6 Prozent aller thüringischen Studierenden erhielten die finanzielle Unterstützung – das ist die niedrigste Quote im gesamten Bundesgebiet. Zum Vergleich: Im Saarland, dem Spitzenreiter des Rankings, lag die Quote mit 1,9 Prozent mehr als dreimal so hoch. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,2 Prozent.

Das Prinzip: Staat und Wirtschaft teilen sich die Kosten

Das seit dem Sommersemester 2011 existierende Deutschlandstipendium soll Studierende unterstützen, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Die Geförderten erhalten monatlich 300 Euro, die in der Regel für mindestens zwei Semester gezahlt werden.

Das Besondere ist die Finanzierung: Die Summe wird je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern getragen. Der Haken für den Freistaat: Die Hochschulen müssen die privaten Geldgeber selbst von sich überzeugen und die Mittel aktiv einwerben.

Deutschlandweit gelang das im Jahr 2025 hervorragend: Die Hochschulen akquirierten insgesamt 35 Millionen Euro von privaten Förderern – ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgeldgeber waren dabei:

  • Stiftungen, Vereine & Genossenschaften: 15,5 Millionen Euro (2.590 Mittelgeber)
  • Kapitalgesellschaften (Unternehmen): 9,3 Millionen Euro (2.960 Mittelgeber)
  • Privatpersonen & Einzelunternehmen: 4,5 Millionen Euro (2.040 Mittelgeber)

Warum tut sich Thüringen so schwer?

Dass Thüringen zusammen mit Berlin das Schlusslicht bildet, hat strukturelle Gründe. Für das Deutschlandstipendium braucht es eine starke, lokal verwurzelte Wirtschaft mit großen Unternehmenszentralen, die bereit sind, in den akademischen Nachwuchs zu investieren. Während das Saarland hier stark aufgestellt ist, ist die thüringische Wirtschaftsstruktur stark mittelständisch und kleinteilig geprägt. Große DAX-Konzerne, die problemlos dutzende Stipendien auf einmal finanzieren, fehlen im Freistaat fast völlig.

Hinzu kommt, dass die Hochschulen in einem harten Wettbewerb um die Gunst der regionalen Unternehmen stehen. Einigen kleineren Hochschulstandorten im Freistaat fehlt schlicht die Manpower, um aufwendige Fundraising-Kampagnen zu betreiben.

Bundeweit leichtes Plus bei den Stipendien

Abseits der thüringischen Flaute entwickelt sich das Programm positiv. Insgesamt 33.500 Studierende kamen 2025 bundesweit in den Genuss des Stipendiums. Das entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2024.

Für Thüringens Studierende bleibt der Zugang zu dieser einkommensunabhängigen Förderung im laufenden Sommersemester und dem kommenden Wintersemester 2026 dennoch ein Nadelöhr. Wer hier exzellente Leistungen erbringt, muss oft auf andere Stiftungen oder klassische Fördermodelle ausweichen, da die hiesigen Hochschulen schlicht zu wenig private Partner finden, um das Bundesgeld zu spiegeln.

Einschussloch an Gymnasium in Bad Langensalza entdeckt: Ermittler vermuten Vorderlader als Tatwaffe

0

Aufregung am Gymnasium am Schulplatz in Bad Langensalza: Am Freitagmorgen informierten Verantwortliche der Schule die örtliche Polizei über eine Sachbeschädigung der gefährlichen Art. Unbekannte hatten in der vorangegangenen Nacht offenbar das Schulgebäude unter Beschuss genommen. Wie die Beamten mitteilten, wurde an einem Fenster des Sekretariats ein klares Einschussloch festgestellt.

Kriminalpolizei sichert Projektil in der Wand

Bei der sofort eingeleiteten Spurensicherung vor Ort machten die Polizisten eine brisante Entdeckung: Das abgefeuerte Projektil hatte die Fensterscheibe durchschlagen und war in einer dahinterliegenden Wand stecken geblieben. Die Beamten konnten das Geschoss bergen und als Beweismittel sicherstellen.

Aufgrund der Schwere des Vorfalls wurde die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen hinzugezogen. Spezialisten der Kripo haben die Ermittlungen zur Ursachenforschung und den genauen Hintergründen übernommen. Ihre ballistische und kriminaltechnische Expertise soll nun Licht ins Dunkel bringen.

Außergewöhnliche Tatwaffe im Visier

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler zeichnet sich ein ungewöhnliches Bild bezüglich der Tatwaffe ab. Die Experten folgern aus den bisherigen Spuren und der Beschaffenheit des aufgefundenen Projektils, dass es sich bei der genutzten Waffe um einen historischen oder nachgebauten Vorderlader gehandelt haben könnte.

Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz laufen auf Hochtouren. Da sich die Tat mutmaßlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ereignet hat, setzt die Polizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeugenaufruf: Personen, die in der Nacht zum Freitag im Bereich des Schulplatzes verdächtige Beobachtungen gemacht, Schussgeräusche gehört oder relevante Personenbewegungen wahrgenommen haben, werden dringend gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Bad Langensalza unter der Telefonnummer 03603/8310 entgegen.

Kleiner Moment, großer Schreck: Zehnjähriger setzt Auto auf Baumarkt-Parkplatz in Bewegung

0

Ein unbedachter Griff zum Zündschlüssel hat am Donnerstagnachmittag in Weimar zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall geführt. Ein zehnjähriger Junge wollte eigentlich nur die Klimaanlage starten – und setzte unfreiwillig den Wagen seiner Mutter in Gang.

Weimar. Es sollte ein ganz normaler Einkauf im Baumarkt werden, doch der Nachmittag endete für eine Familie mit einem gehörigen Schreck und einem ramponierten Fahrzeug. Am Donnerstagnachmittag kam es auf einem dortigen Parkplatz zu einem ebenso kuriosen wie folgenschweren Zwischenfall, ausgelöst durch die unschuldige Neugier eines Kindes.

Während die Mutter hinter dem Fahrzeug stand und damit beschäftigt war, die Einkäufe im Kofferraum zu verstauen, wartete ihr zehnjähriger Sohn bereits auf dem Beifahrersitz. Da es im aufgeheizten Innenraum des Autos vermutlich schnell warm wurde, fasste der Junge einen Entschluss: Er wollte den Motor starten, um die Klimaanlage einzuschalten. Der Autoschlüssel steckte zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits im Zündschloss oder befand sich in Reichweite des Kindes.

Ein Satz nach vorn statt kühler Luft

Was der Zehnjährige bei seinem gut gemeinten Versuch jedoch nicht wusste: Im Fahrzeug war mutmaßlich noch der erste Gang eingelegt. Als er den Schlüssel umdrehte, sprang der Motor an – und der Wagen machte sofort einen kräftigen Satz nach vorne.

Ohne die Möglichkeit, den unkontrolliert anrollenden Pkw rechtzeitig zu stoppen, steuerte das Fahrzeug direkt auf die Begrenzung des Parkplatzes zu. Die Fahrt endete abrupt, als das Auto gegen den Zaun des angrenzenden Baumarktes prallte.

Riesiger Schreck, aber großes Glück im Unglück

Man kann sich lebhaft vorstellen, welcher Schock der Mutter in diesem Moment in die Glieder gefahren sein muss, als sich das eigene Auto plötzlich selbstständig machte und nach vorne schoss.

Glücklicherweise stand in diesem Augenblick niemand vor dem Fahrzeug, und auch der Junge auf dem Beifahrersitz überstand den Aufprall unbeschadet. Der Vorfall ging glimpflich aus, sodass es bei reinem Sachschaden an der Stoßstange und dem Baumarktzaun blieb.

Wichtige Warnung für den Alltag

Auch wenn dieser Unfall letztlich glimpflich endete, nehmen die Beteiligten und die Ordnungshüter eine wichtige Lehre aus dem Vorfall mit. Die Situation zeigt einmal mehr, wie essenziell es im Alltag ist, ein Fahrzeug beim Abstellen immer konsequent gegen Wegrollen zu sichern – beispielsweise durch das Einlegen der Parkbremse. Zudem warnt der Vorfall eindringlich davor, Kinder auch nur für kurze Zeit mit einem steckenden Autoschlüssel unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückzulassen. Schon ein kleiner Moment der Neugier kann ausreichen, um eine gefährliche Kettenreaktion auszulösen.

Panne auf der A38: Schnelle Rettung für 17 Schulkinder nach Öl-Leck

0

Ein aufmerksamer Busfahrer, die Feuerwehr und der Bürgermeister von Heringen reagierten am Freitag blitzschnell. Nach einer Buspanne auf der Autobahn 38 wurden 17 Kinder und ihre Betreuer kurzerhand auf ein Schloss in Sicherheit gebracht.

Ein Raunen dürfte am Freitagvormittag durch den Reisebus gegangen sein, als das Fahrzeug auf der Autobahn 38 in Fahrtrichtung Leipzig plötzlich langsamer wurde. Gegen 10:40 Uhr bemerkte der Busfahrer einen technischen Defekt: Der Bus verlor massiv Öl. Besonnen und geistesgegenwärtig steuerte er das schwere Fahrzeug auf den Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Heringen und Berga, um Schlimmeres zu verhindern. An Bord befanden sich zu diesem Zeitpunkt 17 Kinder und zwei Betreuer.

Hand in Hand für die Sicherheit der Kinder

Was folgte, war eine beispielhafte Rettungs- und Organisationskette. Die Autobahnpolizeistation Nord koordinierte den Einsatz in enger Zusammenarbeit mit der Rettungsleitstelle Nordhausen, der Zentralen Betriebsleitstelle und den zuständigen Autobahnmeistereien. Da der Aufenthalt auf dem Standstreifen einer Autobahn lebensgefährlich ist, musste schnell eine Lösung für die Reisegruppe her.

Hier schlug die Stunde der Freiwilligen Feuerwehr Heringen und des örtlichen Bürgermeisters. Nach einer schnellen Anfrage zögerte das Stadtoberhaupt nicht lange: Er eilte nicht nur selbst zur Pannenstelle, sondern organisierte sofort die Versorgung und Unterbringung der gestrandeten Gruppe.

Zwischenstopp im Schloss statt Warten auf dem Standstreifen

Mit zwei Mannschaftstransportwagen evakuierte die Feuerwehr die 17 Kinder und ihre Betreuer von der Autobahn. Das Ziel der unverhofften Exkursion: das Schloss in Heringen. Da sich dort auch eine Gaststätte befindet, war für die Verpflegung der kleinen Gäste bestens gesorgt. Dank des schnellen Eingreifens waren alle Beteiligten rasch aus dem Gefahrenbereich und konnten das unfreiwillige Abenteuer im sicheren Schlossumfeld abwarten.

„Die Versorgung der Kinder hatte oberste Priorität“, hieß es von den Beteiligten vor Ort, die das unkomplizierte Miteinander lobten.

Sperrung und Reinigungsarbeiten dauern an

Während die Kinder im Schloss betreut wurden, kümmerte sich der Busfahrer umgehend um einen Pannenservice sowie einen Ersatzbus, damit die Gruppe ihre Reise bald fortsetzen kann.

Ganz reibungslos lief der Verkehr auf der A38 unterdessen nicht weiter: Aufgrund des ausgelaufenen Öls mussten die Autobahnmeistereien Breitenworbis und Oberröblingen die Anschlussstelle Heringen komplett sperren. Der nachfolgende Verkehr wurde abgeleitet, da die Fahrbahn aufwendig gereinigt werden musste. Die Reinigungs- und Abschlepparbeiten dauerten bis in den Nachmittag hinein an.

Pferde-Ausflug bei Großpürschütz: Halterin bringt Tiere sicher zurück

0

Ein unerwarteter Morgenspaziergang von fünf Pferden sorgte am frühen Mittwochmorgen im Bereich Großpürschütz für Aufsehen. Wie die Polizei mitteilte, waren die Tiere aus ihrer Koppel ausgebrochen und hatten sich in Richtung Jägersdorf auf den Weg gemacht.

Ursache: Wildschaden am Zaun

Die Ermittlungen vor Ort ergaben schnell den Grund für den Ausbruch: Die Umzäunung der Koppel war durch Wild beschädigt worden, wodurch die Pferde eine Lücke fanden, um das Gelände zu verlassen.

Schnelles Handeln der Halterin

Glücklicherweise blieb der Vorfall ohne Folgen für den Straßenverkehr oder unbeteiligte Personen. Noch bevor die alarmierten Polizeikräfte einschreiten mussten, hatte die Halterin der Tiere die Situation bereits unter Kontrolle gebracht. Sie fing ihre Pferde eigenständig ein und konnte sie sicher auf ihre Koppel zurückbringen.

Der Zwischenfall verlief somit glimpflich, und die Tiere befinden sich wieder wohlbehalten in ihrer eingezäunten Umgebung.

Tödliche Auseinandersetzung in Bad Langensalza: Polizei ermittelt gegen Tatverdächtige

Am Mittwochabend erschütterte eine gewaltsame Auseinandersetzung den Augustinerplatz in Bad Langensalza. Wie die Landespolizeiinspektion Nordhausen mitteilte, kam es gegen 16.40 Uhr zu einem Vorfall, der für einen 25-jährigen algerischen Staatsbürger tödlich endete. Er erlag kurz nach der Tat in einem Klinikum seinen schweren Verletzungen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen und die Kriminalpolizeistation Mühlhausen haben in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mühlhausen intensive Ermittlungen aufgenommen. Noch am Mittwochabend erhärtete sich der Tatverdacht gegen zwei syrische Staatsbürger im Alter von 19 und 26 Jahren, die daraufhin vorläufig festgenommen wurden. Derzeit konzentriert sich der Haupttatverdacht auf den 26-jährigen Mann.

Im Verlauf des Polizeieinsatzes gelang es den Beamten, das mutmaßliche Tatmittel sicherzustellen. Aktuell werden weitere Vernehmungen durchgeführt sowie täterorientierte strafprozessuale Maßnahmen ergriffen.

Hintergründe der Auseinandersetzung

Ersten Erkenntnissen zufolge waren an der körperlichen Auseinandersetzung am Augustinerplatz mehrere Personen beteiligt. Dabei kamen auch Reizstoffsprühgeräte zum Einsatz. Mehrere Beteiligte erlitten Verletzungen und mussten teilweise medizinisch versorgt werden.

Zeugenaufruf der Polizei

Die Kriminalpolizei Mühlhausen bittet Personen, die Beobachtungen gemacht haben und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, um ihre Unterstützung. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können oder über Bild- bzw. Videomaterial von der Auseinandersetzung verfügen, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03601/4510 an die Kriminalpolizei Mühlhausen zu wenden (Aktenzeichen: 0157905). Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wird nach einer Bewertung der Ermittlungsergebnisse über eine mögliche Haftprüfung entscheiden. Über weitere Entwicklungen und gerichtliche Entscheidungen wird die Staatsanwaltschaft zu gegebener Zeit in einer gesonderten Pressemitteilung informieren.