Jazzclub Erfurt e. V. – Stadtverwaltung arbeitet an neuer Bleibe

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Durch den enormem Einsatz und ehrenamtliches Engagement des Jazzclubs Erfurt e. V. hat Jazz sowohl junger, aufstrebender Musiker aus Thüringen als auch renommierter internationaler Größen seinen festen Platz in unserer Stadt. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, engagiert sich die Stadtverwaltung aktuell stark, dem Verein nach dessen Kündigung in der Handwerkskammer am Fischmarkt im nächsten Jahr eine neue Bleibe in der ehemaligen Museumsgaststätte des Volkskundemuseums anbieten zu können.

 „Wir stehen im ständigen Kontakt mit den Vereinsmitgliedern und loten zusammen mit dem zuständigen Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung – dem ich an dieser Stelle ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit danken möchte – die Möglichkeiten einer Vermietung aus“, sagt Dr. Tobias J. Knoblich, Beigeordneter für Kultur und Stadtentwicklung.

Trotz aktuellen Leerstands kann man die anvisierte Räumlichkeit nicht einfach von heute auf morgen übergeben. Die Sachlage ist etwas komplexer als sie wahrgenommen und dargestellt wird: So gilt es bau- und brandschutzrechtliche, aber auch kommunal- und steuerrechtliche Aspekte zu beachten. „Dem Jazzclub wurden die aktuellen Räumlichkeiten am Fischmarkt durch die Handwerkskammer gekündigt. Die medial transportierte Erwartungshaltung ist nun, dass die Stadt dem Verein ein in Größe, Lage und Mietzins gleichwertiges Objekt zur Verfügung stellt, was objektiv und ohne flankierende Förderung nahezu unmöglich ist“, stellt Knoblich die Sachlage klar. „Gleichwohl agiert die Stadtverwaltung als Helferin, nicht als Verhinderer!“

„Natürlich haben wir mit der Museumsgaststätte im Volkskundemuseum ein passendes Objekt im Auge, für welches von der Liegenschaftsverwaltung eine ortsübliche Miete aufgerufen werden musste. Parallel werden jedoch Unterstützungsangebote geprüft. Dieser Prozess steht kurz vor einem erfolgreichen Abschluss, so dass man sich in Erfurt auch im nächsten Jahr auf Jazz freuen darf“, so Knoblich. „Ich bin guter Dinge, dass wir eine für alle Seiten passende Lösung finden und uns 2020 ein vielfältiges – jetzt sogar durch den Applaus-Spielstättenpreis gewürdigtes – Liveprogramm erwartet. Ich bitte aber zu beachten, dass sich die Stadtverwaltung nicht mit Erfolgsmeldungen schmücken will, solange ein Vertrag noch nicht unterzeichnet ist. Wir finden eine Lösung und wollen natürlich den Jazzclub unterstützen.“

Quelle

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