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Mit lockerer Hüfte zum Weltrekord: Meiningen lädt zum Riesen-Flashmob ein

Am Sonntag, dem 14. Juni 2026, wird der Marktplatz in Meiningen zur großen Tanzbühne. Im Rahmen des Stadtfests soll ein offizieller Weltrekordversuch aufgestellt werden. Gesucht werden mindestens 1.500 tanzbegeisterte Menschen, die gemeinsam um 14:00 Uhr eine Choreografie zum Titel „Happy Birthday Georg“ präsentieren.

Die Teilnahme steht jedem offen, der pünktlich erscheint und die Schritte beherrscht. Die Bewegungsabläufe können vorab im Internet unter www.meiningen.de/flashmob eingesehen und erlernt werden. Zudem finden in den Tagen vor dem Event mehrere öffentliche Trainingstermine statt:

  • Mittwoch, 10.06.2026: 18:30 bis 20:30 Uhr im Haus der guten Laune (Neu-Ulmer Straße 7) – zu diesem Termin sind auch Pressevertreter ausdrücklich eingeladen.
  • Mittwoch, 10.06.2026: ab 18:45 Uhr in der Tanzschule Schmädicke (Bodenweg 8a).
  • Freitag, 12.06.2026: 19:30 bis 20:00 Uhr auf der Stadtfest-Bühne am Töpfemarkt mit den Modern Style Dancers.
  • Samstag, 13.06.2026: 14:45 Uhr auf der Stadtfest-Bühne am Marktplatz mit „Chance to Dance“ (anschließend Tanzshow).
  • Samstag, 13.06.2026: 19:15 bis 19:45 Uhr auf der Stadtfest-Bühne am Marktplatz mit den Modern Style Dancers.

Der Ablauf am Rekordsonntag (14.06.2026)

Der Countdown am Sonntag ist genau durchgetaktet, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren:

  • Ab 13:00 Uhr: Beginn des Warm-ups für alle Beteiligten auf dem Marktplatz mit wichtigen organisatorischen Hinweisen.
  • Ab 13:00 Uhr: Ausgabe der speziellen Hüte am Meiningen-Pavillon (Georgstraße/Ecke Luisenstraße). Diese Hüte sind zwingend notwendig, da sie zur offiziellen Zählung der Teilnehmenden dienen. Wer den Platz vor dem eigentlichen Versuch verlassen muss, wird gebeten, den Hut am Einlass wieder abzugeben.
  • Ab 13:30 Uhr: Letzte gemeinsame Probe der Choreografie mit den beteiligten Tanzschulen auf der Marktplatz-Bühne.
  • Zwischen 14:30 und 14:45 Uhr: Offizieller Weltrekordversuch. Eine offizielle Rekordrichterin vom Rekord-Institut für Deutschland (RID) wird den Versuch vor Ort überwachen und auswerten.
  • Gegen 15:00 Uhr: Verkündung des Ergebnisses mit anschließender Rekordfeier oder dem Trocknen der Tränen, sollte das Ziel verfehlt worden sein.

Wichtig für alle Mitwirkenden ist, dass am Ende nur Tänzer mit einem offiziellen Hut in die Wertung für den Weltrekord einfließen.

Schwerer Lkw-Unfall auf der A4 bei Erfurt: Vollsperrung nach Verlust von Betonröhren

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 4 nahe Erfurt sorgt seit dem heutigen Vormittag für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Gegen 10:30 Uhr verunglückte ein Sattelzug zwischen den Anschlussstellen Erfurt-Ost und Erfurt-West in Fahrtrichtung Frankfurt am Main. Der 21-jährige Fahrzeugführer erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Betonröhren blockieren die Fahrbahn

Nach ersten Erkenntnissen kam die Sattelzugmaschine auf dem Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen zum Stehen. Der zugehörige Sattelauflieger kippte jedoch um und liegt quer über alle Fahrstreifen der Richtung Frankfurt.

Dabei verlor der Lastwagen seine schwere Ladung: Drei massive Betonröhren mit einem Durchmesser von jeweils etwa 1,2 Metern wurden auf die Richtungsfahrbahn geschleudert. Auch die Gegenrichtung blieb nicht verschont: In Fahrtrichtung Dresden wurden zwei Pkw durch herumfliegende Trümmerteile beschädigt. Die genaue Unfallursache ist momentan noch völlig ungeklärt und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Die aktuelle Verkehrslage und Sperrungen

Die Auswirkungen auf den Berufs- und Fernverkehr sind massiv. Derzeit stellt sich die Situation vor Ort wie folgt dar:

  • Fahrtrichtung Frankfurt am Main: Aufgrund der blockierten Fahrbahn und der aufwendigen Bergungsarbeiten besteht weiterhin eine Vollsperrung.
  • Fahrtrichtung Dresden: Hier mussten zunächst alle Fahrstreifen gesperrt werden, woraufhin der Verkehr über den Standstreifen geleitet wurde. Mittlerweile gibt es leichte Entspannung: Der rechte und mittlere Fahrstreifen sind wieder freigegeben. Der linke Fahrstreifen bleibt jedoch bis auf Weiteres gesperrt.

Großräumige Umleitungen eingerichtet

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren. Die Behörden haben folgende Umleitungsvarianten ausgeschildert:

  • Umleitung Richtung Frankfurt (U 98): Ab der Anschlussstelle Erfurt-Vieselbach über die B7 und die Ostumfahrung bis zur Anschlussstelle Erfurt-Nord auf die A71 in Richtung Schweinfurt.
  • Umleitung Richtung Dresden (U 99): Ab dem Autobahnkreuz Erfurt über die A71 in Richtung Sangerhausen bis zur Anschlussstelle Erfurt-Nord, von dort weiter über die Ostumfahrung bis zur B7 in Richtung Weimar.

Es wird empfohlen, mehr Fahrzeit einzuplanen und den Durchsagen im Rundfunk zu folgen.

Bauarbeiten in Jena-Nord: Umleitungen und Haltestellenausfälle bei Buslinien

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Die Deutsche Bahn AG hat für den Zeitraum von Montag, 15. Juni bis einschließlich Samstag, 11. Juli Bauarbeiten an den Bahnübergängen im Bereich Jena-Nord angekündigt. Von diesen Baumaßnahmen ist tageweise auch der Bahnübergang in der Brückenstraße betroffen. Dies hat spürbare Auswirkungen auf den Busverkehr, da mehrere Stadt- und Regionalbuslinien diese Stelle regulär passieren müssen.

Betroffen sind im Einzelnen die Stadtbuslinien 42 (Busbahnhof – Erich-Kuithan-Straße – Johann-Nikolaus-Bach-Weg) und 43A (Busbahnhof – Flutgraben/Kunitz) sowie die Regionalbuslinien 420 (Jena – Neuengönna – Camburg), 426 (Stiebritz – Neuengönna – Jena) und 431 (Jena – Kunitz – Bürgel).

Umleitungsstrecke und geänderte Haltestellen

Während der jeweiligen Sperrzeiten des Bahnübergangs Brückenstraße werden die betroffenen Busse über den Bahnübergang Am Steinbach umgeleitet. Aufgrund dieser Routenänderung können die regulären Haltestellen „Zwätzen“ und „Flurweg“ von den genannten Linien nicht bedient werden.

Als Ersatz werden auf der Umleitungsstrecke die Haltestellen „Brückenstraße“ und „Am Steinbach“ zusätzlich von den Linien 43A und 431 angefahren. Fahrgäste sollten beachten, dass es durch die veränderte Verkehrssituation zu Verspätungen und Fahrzeitverlängerungen kommen kann.

Die Sperrzeiten im Überblick

Der Bahnübergang wird nicht durchgehend, sondern in folgenden drei Kernzeiträumen voll gesperrt, in denen auch die Busse die Umleitung nutzen müssen:

  • Montag, 15. Juni, 8:00 Uhr bis Mittwoch, 17. Juni, 20:00 Uhr
  • Donnerstag, 25. Juni, 5:00 Uhr bis Freitag, 26. Juni, 2:00 Uhr
  • Donnerstag, 2. Juli, 20:00 Uhr bis Mittwoch, 8. Juli, 20:00 Uhr

Eingeschränkte digitale Fahrplanauskunft

Wegen der wechselnden Umleitungssituation ist es technisch nur teilweise möglich, die kurzfristigen Fahrplan- und Linienwegsanpassungen in die digitalen Auskunftssysteme einzupflegen. Fahrgäste werden daher gebeten, sich zusätzlich über die Aushänge direkt an den betroffenen Haltestellen zu informieren.

Der Jenaer Nahverkehr und die JES Verkehrsgesellschaft bitten alle Fahrgäste für die auftretenden Einschränkungen um Verständnis.

Der soziale Wohnungsbau in Thüringen: Fast 100 Millionen Euro Förderung in den letzten Jahren

Angesichts explodierender Baukosten, Lieferengpässe und veränderter Zinsbedingungen steht der soziale Wohnungsbau in Thüringen unter erheblichem Druck. Eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Kowalleck im Thüringer Landtag bringt nun neue Details ans Licht, wie der Freistaat die Wohnraumförderung steuert und vor welchen Herausforderungen Investoren, Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen im Jahr 2026 stehen.

Die Debatte entzündete sich unter anderem an Berichten aus der Stadt Saalfeld/Saale. Dort planen Wohnungsunternehmen zwar umfangreiche Millioneninvestitionen in den Neubau und die Modernisierung, kündigten jedoch an, einzelne Projekte komplett ohne staatliche Hilfen zu realisieren. Als Gründe aus der Praxis werden oft steigende Baukosten, ein hoher bürokratischer Aufwand und zu geringe Fördersummen im Verhältnis zur Gesamtinvestition genannt.

Das Fördergerüst: Bund und Land teilen sich die Aufgaben

Die Wohnraumförderung im Freistaat setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Auf Bundesebene existieren Vereinbarungen zum sozialen Wohnungsbau sowie spezifische Programme wie „Jung kauft Alt“ oder Richtlinien zum Umbau von Gewerbeimmobilien in Wohnraum.

Thüringen selbst stützte sich zuletzt auf die „Richtlinie zur Förderung des bezahlbaren Wohnens im Freistaat Thüringen für die Programmjahre 2023 bis 2025“. Damit wurden sowohl der Neubau als auch Bestandsmaßnahmen von mietpreisgebundenen Wohnungen bezuschusst. Für die Jahre 2026 bis 2030 befindet sich eine Folgerungrichtlinie in der finalen Abstimmung, die spürbare Verbesserungen bringen soll. Zudem vergibt die Thüringer Aufbaubank über das Programm „EigenheimPlus“ zinsvergünstigte Darlehen an Privatpersonen.

Millionenbeträge für den Freistaat

Der Umfang der Bundesfinanzhilfen für Thüringen schwankte in den vergangenen Jahren stark, was vor allem am jeweiligen Abruf- und Baugeschehen im Land liegt. Die Inanspruchnahme der Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau stellt sich wie folgt dar:

  • 2022: rund 4,98 Millionen Euro
  • 2023: rund 30,10 Millionen Euro
  • 2024: rund 7,51 Millionen Euro
  • 2025: rund 11,09 Millionen Euro

Für das Jahr 2026 stellt der Bund über eine neue Verwaltungsvereinbarung einen massiven Verpflichtungsrahmen von bundesweit 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Nach dem Königsteiner Schlüssel entfällt auf Thüringen für 2026 ein theoretischer Verpflichtungsrahmen von 92.123.850 Euro. Die Bundesmittel fließen in Zuschüsse und Zinssubventionen und müssen vom Land zu mindestens 30 Prozent kofinanziert werden. In der Summe der bisherigen Jahresscheiben ergibt sich für 2026 ein fest eingeplanter Betrag von rund 28,94 Millionen Euro.

Licht und Schatten in der Praxis

Obwohl das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur betont, dass im geförderten Wohnungsbau Fördersätze von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich sind und in der Regel auch voll ausgeschöpft werden, kommt das Geld nicht überall an.

Ein extremes Beispiel liefert der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Im gesamten Zeitraum von 2022 bis 2025 wurde dort kein einziger Förderantrag im Rahmen der sozialen Mietwohnungsbauförderung gestellt oder bewilligt.

Das Ministerium weist das Argument zurück, die Förderung entfalte im Verhältnis zu den gestiegenen Kosten kaum noch wirtschaftliche Wirkung. Angesichts der Lage am freien Kapitalmarkt seien die über die gesamte Laufzeit zinsfreien Förderdarlehen des Landes sowie die zusätzlichen Zuschüsse ein massiver Vorteil, da im sozialen Wohnungsbau die gestiegenen Kosten nicht einfach auf die Mieter umgelegt werden können. Gleichwohl räumt die Landesregierung ein, dass Materialpreissteigerungen, Handwerkermangel und Lieferengpässe dazu geführt haben, dass Projekte generell verschoben oder auf Eis gelegt wurden.

Was sich ab 2026 ändern soll

Um auf die veränderten Bedingungen zu reagieren, wurden die Kostenobergrenzen in den Richtlinien seit 2020 kontinuierlich angehoben. Seit 2023 sind sie an den offiziellen Preisindex für Wohngebäude gekoppelt, um flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. Auch die zulässigen Bewilligungsmieten wurden nach oben korrigiert.

Für die Förderperiode von 2026 bis 2030 verspricht die Landesregierung grundlegende Optimierungen, die unter Einbindung von Wohnungsverbänden und Mieterbünden erarbeitet wurden:

  1. Höheres Fördervolumen durch neue Finanzierung: Ab 2026 werden die Förderdarlehen direkt über die Thüringer Aufbaubank mittels Refinanzierung am Kapitalmarkt ausgereicht. Dies soll deutlich mehr finanzielle Mittel freisetzen.
  2. Fokus auf den Bestand und regionale Zentren: Gefördert wird primär dort, wo eine funktionierende Daseinsvorsorge (Infrastruktur, Arbeitsplätze) existiert. Der Fokus liegt ganz bewusst auf der Modernisierung bestehender Gebäude, um Flächenschonung zu betreiben, einer späteren Zersiedelung durch den Bevölkerungsrückgang vorzubeugen und mit dem gleichen Geld mehr Wohnraum zu erhalten.

Ob die angekündigten Erleichterungen und die Aufstockung der Mittel ausreichen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und den bürokratischen Aufwand spürbar zu senken, wird sich bei der Umsetzung der neuen Richtlinien in den kommenden Monaten zeigen müssen.

Fahrzeugbrand in Leinefelde: Renault steht spätabends in Flammen

Am späten Sonntagabend ist in Leinefelde ein Auto komplett in Brand geraten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen des Vorfalls.

Der Vorfall ereignete sich gegen 22:40 Uhr in der Robert-Koch-Straße. Aus bislang ungeklärter Ursache brach an einem Fahrzeug des Herstellers Renault ein Feuer aus. Die alarmierten Kameraden der örtlichen Feuerwehr eilten zum Einsatzort und konnten den brennenden Pkw zügig ablöschen. Glücklicherweise kamen bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden. Der entstandene Sachschaden wird vorerst auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Neben der Feuerwehr waren auch Beamte der Polizeiinspektion Eichsfeld sowie der Kriminalpolizei Nordhausen vor Ort im Einsatz. Sie haben noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Sachdienliche Hinweise zur Tat oder zu verdächtigen Beobachtungen im Bereich der Robert-Koch-Straße nimmt die Polizei in Heilbad Heiligenstadt unter der Telefonnummer 0361/5743 67 100 entgegen.

Waghalsige Kletteraktion in Sollstedt wirft Rätsel auf: Sturz vom Balkon endet im Krankenhaus

Ein skurriler und zugleich rätselhafter Vorfall beschäftigt seit dem vergangenen Sonntagmittag die Beamten des Inspektionsdienstes Nordhausen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 18-jähriger Mann und eine nächtliche Kletteraktion, die gründlich missglückte.

Sturz in den Garten: Sachschaden statt Wohnungseintritt

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Vorfall in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Sollstedter Ernst-Thälmann-Straße. Dort versuchte der mutmaßliche 18-Jährige, über einen Balkon im ersten Obergeschoss in eine Wohnung einzusteigen. Ob und inwieweit dieses Vorhaben überhaupt rechtmäßig war oder ob es sich um einen versuchten Einbruch handelte, ist gegenwärtig Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Fest steht bislang nur: Die waghalsige Kletterpartie scheiterte. Der junge Mann verlor den Halt und stürzte in den darunterliegenden Garten. Bei dem Aufprall verursachte er nicht nur Lärm, sondern hinterließ auch sichtbare Spuren: Im Garten wurden eine Plexiglasscheibe sowie ein Gartenzwerg beschädigt.

Verletzungen verschwiegen: Tatverdächtiger im Krankenhaus angetroffen

Am Sonntagmittag wurde der Sachverhalt schließlich bei der Polizei bekannt. Im Zuge der darauffolgenden Nachforschungen konnten die Beamten den mutmaßlichen Kletterer zeitnah ausfindig machen: Er hielt sich in einem Krankenhaus in Mühlhausen auf.

Der Aufenthalt in der Klinik wirft jedoch nur neue Fragen auf. Gegenüber den eingesetzten Beamten zeigte sich der 18-Jährige äußerst schmallippig. Warum er sich in medizinischer Behandlung befand und ob seine Verletzungen direkt auf den Sturz vom Balkon zurückzuführen sind, verschwieg er den Ermittlern konsequent. Die Polizei versucht nun, die genauen Hintergründe und das Motiv der nächtlichen Aktion zu rekonstruieren.

Jubiläum in Meiningen: Musik, Secondhand-Basar und Sommerstimmung zum 10. Geburtstag der Fête de la Musique

Am Sonntag, den 21. Juni 2026, verwandelt sich die Meininger Innenstadt zum Sommeranfang wieder in eine lebendige Bühne unter freiem Himmel. Das beliebte Musikfestival „Fête de la Musique“ feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum und lädt bereits zum zehnten Mal Einheimische und Gäste zu Live-Musik, Gesang und Beats ein – komplett kostenfrei und mitten im städtischen Leben.

Die Fête de la Musique besitzt eine weltweite Tradition und wird alljährlich in über 1.000 Städten und mehr als 120 Ländern zelebriert. In Meiningen hat sich das Event über das letzte Jahrzehnt zu einer festen Größe entwickelt. Das Organisationsteam rund um Franky Siegler, Christian Wetzel und Axel Monsigny zeigt sich begeistert über den anhaltenden Erfolg: „Dass wir die Fête in Meiningen jetzt schon zum 10. Mal feiern, hätten wir am Anfang nicht gedacht. Es zeigt, wie viel Lust diese Stadt auf Musik hat und dass sie allen gehört“.

Ein abwechslungsreiches Programm auf Straßen und Plätzen

Das musikalische Treiben startet offiziell um 14:45 Uhr am Fischdieb-Brunnen. Die Eröffnung wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Kindergarten-Chor „die singenden Sandhasen“ aus Walldorf gestaltet. Ab 15:00 Uhr füllen sich dann die Straßen, Plätze und Höfe der Innenstadt mit den unterschiedlichsten Klängen. Für besonders ungeduldige Musikbegeisterte gibt es zudem bereits ab 11:00 Uhr vereinzelte Warm-Up-Auftritte zu erleben.

Die Bandbreite der dargebotenen Genres ist groß:

  • Rock und Pop
  • Singer-Songwriter
  • Elektronische Musik
  • Klassische und akustische Klänge

Für das charmante und unverwechselbare Flair des Festivals sorgt auch diesmal die typische „Wohnzimmeratmosphäre“. An zahlreichen Spielorten in der Fußgängerzone werden Sofas, Teppiche und Lampen aufgebaut, die zum Verweilen und Genießen einladen.

Neuheit 2026: Die Wandermusik

Zum Jubiläum hat sich das Vorbereitungsteam eine Neuerung überlegt: die sogenannte Wandermusik. Ohne feste Bühne und rein unplugged ziehen Musiker durch die Meininger Gassen, um das Publikum an unerwarteten Orten mit spontanen Einlagen zu überraschen. Den Auftakt für dieses mobile Format machen Fritz Bauer, Ingo Binder (Duo Liedgut) und die Fröhlichen Musikanten. Das Mitmachen und Einstimmen ist dabei vom Organisationsteam ausdrücklich erwünscht.

Das gesamte Festival getreu dem internationalen Grundgedanken der Fête de la Musique rein ehrenamtlich getragen. Alle beteiligten Künstler und Ensembles treten ohne Gage auf. Unterstützt wird das Kern-Organisationsteam von zahlreichen regionalen Partnern und Helfern.

Premiere für den 1. Meininger Secondhand-Basar

Wer am Sonntag neben dem Musikgenuss auch auf der Suche nach schönen Dingen ist, kommt auf dem Marktplatz auf seine Kosten. Flankierend zum Musikfestival findet ab 13:00 Uhr der 1. Meininger Secondhand-Basar statt.

Besucher können dort nach Herzenslust stöbern und alten Gegenständen eine zweite Chance geben. Das vielfältige Angebot umfasst unter anderem:

  • Secondhand-Kleidung und Schmuck
  • Dekorationen und handgemachte Produkte (Handmade)
  • Bücher und Spiele

Das Wichtigste auf einen Blick

VeranstaltungDatum & UhrzeitOrt / Besonderheit
Fête de la Musique 2026Sonntag, 21. Juni 2026
15:00 – 22:00 Uhr (Warm-Up ab 11:00 Uhr)
Innenstadt Meiningen
Offizielle Eröffnung um 14:45 Uhr am Fischdieb-Brunnen
1. Meininger Secondhand-BasarSonntag, 21. Juni 2026
ab 13:00 Uhr
Marktplatz Meiningen
EintrittFür alle Besucher kostenfreiGesamtes Areal

Das vollständige Programm der Fête de la Musique mit allen konkreten Spielorten und Auftrittszeiten ist im Laufe des Monats Juni im Internet unter www.fetedelamusique-meiningen.de abrufbar. Interessierte, die sich für einen eigenen Stand auf dem Secondhand-Basar anmelden möchten oder Tipps für die Standgestaltung suchen, finden alle relevanten Informationen auf der offiziellen städtischen Plattform unter meiningen.de im Veranstaltungskalender.

Hochbehälter Großlöbichau eingeweiht: Neubau unter erschwerten Bedingungen wird pünktlich fertig

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Ein bedeutender Meilenstein für die zukunftssichere Trinkwasserversorgung der Region ist geschafft: Der Zweckverband JenaWasser hat heute den neuen Hochbehälter Großlöbichau feierlich eingeweiht. Der Verbandsvorsitzende Jürgen Hofmann, Werkleiter André Sack und die stellvertretende Werkleiterin Kristin Weiß enthüllten gemeinsam den markanten, acht Meter langen Namenszug an dem neu errichteten Trinkwasserspeicher.

Moderne Kapazitäten für rund 900 Einwohner

Der neu errichtete Hochbehälter verfügt über ein Gesamtfassungsvermögen von 300 Kubikmetern, aufgeteilt auf zwei separate Speicherkammern. Er übernimmt ab sofort eine zentrale Versorgungsfunktion: Rund 900 Einwohner in der Gemeinde Großlöbichau, dem Gewerbegebiet Großlöbichau und dem Ortsteil Kleinlöbichau sowie in höher gelegenen Gebieten der Jenaer Ortsteile Jenaprießnitz und Wogau werden durch die Anlage zuverlässig versorgt. In dem modernen Speicher wird das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Burgau zwischengespeichert und bedarfsabhängig weiterverteilt.

Qualitätsgewinn und nachhaltige Weiternutzung des Altbestands

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme konnte der bisherige Hochbehälter außer Betrieb genommen werden. Dieser wies erhebliche bauliche Verschleißerscheinungen auf und war mit einem Fassungsvermögen von nur 70 Kubikmetern in nur einer einzelnen Wasserkammer deutlich zu klein geworden. Ein entscheidender Vorteil des Neubaus betrifft die Wasserqualität: Die zwischenzeitlich sogar nötige Chlorung des Trinkwassers gehört ab sofort der Vergangenheit an.

Der ausgediente Behälter wird indessen einer nachhaltigen Nutzung zugeführt. Die Gemeinde Großlöbichau übernimmt das Bauwerk, um darin künftig Quellwasser zu sammeln. Dieses wird dem lokalen Feuerwehrteich als wichtige Löschwasserreserve zugeführt.

Ausblick: Netzerweiterung nach Jenalöbnitz im Herbst

Die Ausbaustufe ist mit der heutigen Einweihung noch nicht vollständig abgeschlossen. Derzeit errichtet JenaWasser eine strategische Verbindungsleitung vom Hochbehälterstandort nach Jenalöbnitz. Sobald diese im Herbst fertiggestellt ist, können weitere 150 Einwohner über den neuen Hochbehälter versorgt werden.

Auch in Jenalöbnitz soll im Zuge dessen ein veralteter Hochbehälter außer Betrieb genommen werden. Mit einem Fassungsvermögen von nur 50 Kubikmetern war auch dieser Speicher inzwischen viel zu klein dimensioniert. Zudem entsprechen Altanlagen mit nur einer Wasserkammer nicht mehr den modernen Anforderungen an eine lückenlose Versorgungssicherheit.

Erfolgreiches Projekt trotz anspruchsvoller Geologie

Nach einer reinen Bauzeit von nur 18 Monaten ist der Hochbehälter Großlöbichau planmäßig und termingerecht fertig geworden – obwohl unter stark erschwerten Bedingungen gebaut werden musste. Das vor Ort vorhandene Gipsgestein zeichnet sich durch einen besonders hohen Sulfatgehalt aus und hat die Eigenschaft, herkömmlichen Beton chemisch anzugreifen.

Als technologische Schutzmaßnahme für den sensiblen Trinkwasserspeicher wurde deshalb ein sogenanntes Frischbetonverbundsystem verbaut. Das Besondere: Zu diesem System gehört eine 1,7 Millimeter dicke Kunststoffschicht, mit der der gesamte Hochbehälter inklusive der Fundamente vollständig umhüllt wurde, damit der Beton zu keinem Zeitpunkt mit dem sulfathaltigen Boden in Berührung kommt.

Die baulichen Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Um die beiden Speicherkammern im Erdreich zu versenken, wurden allein am Standort ca. 2.000 Kubikmeter Erde bewegt. Für die Fundamente, die Speicherkammern und das zugehörige Steuerhäuschen wurden circa 250 Kubikmeter Stahlbeton mit 60 Tonnen Stahl verbaut.

Langfristige Strategie: Wasserversorgungskonzept 2040

JenaWasser hatte lange und präzise auf die heutige Eröffnung hingearbeitet. Zunächst war in den Jahren 2022 und 2023 eine Verbindungsleitung vom Sportplatz Großlöbichau zum künftigen Standort sowie eine Entleerungsleitung zum Gembdenbach errichtet worden, um das Ortsnetz optimal mit dem neuen Wasserspeicher zu verknüpfen. Im November 2024 wurde schließlich mit dem eigentlichen Behälterbau begonnen. Ende April ging die Anlage in den technischen Betrieb, während parallel Anfang April bereits der Bau der Verbindungsleitung nach Jenalöbnitz startete.

Der Neubau des Hochbehälters Großlöbichau ist eine Schlüsselmaßnahme aus dem übergeordneten „Wasserversorgungskonzept 2040“ zur systematischen Modernisierung des historisch gewachsenen Versorgungsnetzes. Der Zweckverband JenaWasser investiert rund 1,8 Millionen Euro in dieses zukunftsweisende Vorhaben.

Deutlicher Anstieg: Thüringen forciert Rückführungen von ausreisepflichtigen Personen

Die Thüringer Landesregierung zieht eine erste Bilanz für das laufende Jahr 2026 und vermeldet einen signifikanten Zuwachs bei den Abschiebungen. In den ersten vier Monaten des Jahres ist die Zahl der Rückführungen von Personen ohne Aufenthaltsrecht aus dem Freistaat in ihre Herkunftsländer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar in die Höhe gegangen.

Die Zahlen im Detail: Mehr als verdoppelt

Von Januar bis April 2026 vollzogen die zuständigen Behörden in Thüringen insgesamt 213 zwangsweise Aufenthaltsbeendigungen. Damit haben sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt: Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 wurden lediglich 92 Rückführungen registriert.

Ein wesentlicher Teil dieser Maßnahmen entfällt auf sogenannte Dublin-Verfahren, bei denen Asylsuchende in jene EU-Länder überstellt werden, die primär für ihr Verfahren zuständig sind:

  • Januar bis April 2026: 213 Rückführungen insgesamt, darunter 54 Dublin-Überstellungen.
  • Januar bis April 2025: 92 Rückführungen insgesamt, darunter 32 Dublin-Überstellungen.

Klare Linie der Justizministerin: „Der Rechtsstaat muss handlungsfähig bleiben“

Thüringens Just- und Migrationsministerin Beate Meißner sieht in dieser Entwicklung eine Bestätigung des Regierungskurses. Sie betonte die Notwendigkeit von Ordnung, Steuerung und einer klaren Linie in der Migrationspolitik.

„Thüringen setzt die geltende Asyl- und Aufenthaltsgesetzgebung konsequent um. Wer kein Aufenthaltsrecht besitzt, muss unser Land wieder verlassen. Das gilt erst recht für Personen, die hier schwere Straftaten begehen. Straffälligkeit darf keinesfalls folgenlos bleiben“, stellte Meißner klar.

Die Ministerin erläuterte zudem, dass Rückführungen stets auf klaren gesetzlichen Vorgaben basieren. In den allermeisten Fällen seien sie die direkte Konsequenz aus einem ablehnend beschiedenen Asylverfahren und der daraus resultierenden gesetzlichen Verpflichtung zur Ausreise.

Koalitionsvertrag greift: Abschiebungshaft in Arnstadt als Erfolgsfaktor

Mit dem deutlichen Anstieg der Zahlen setzen die Regierungsparteien CDU, BSW und SPD ein zentrales Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag um, in dem sie sich ausdrücklich die spürbare Erhöhung der Rückführungszahlen zum Ziel gesetzt hatten.

Ein entscheidender Baustein für diese Strategie ist die neue landeseigene Abschiebungshafteinrichtung (AHE) in Arnstadt, die das Migrationsministerium eigens für diesen Zweck eingerichtet hat. Die Bilanz der Einrichtung seit ihrer Inbetriebnahme Mitte August 2025 verdeutlicht deren Relevanz:

  • Unterbringungen: Bis Anfang Juni 2026 wurden bereits mehr als 100 vollziehbar ausreisepflichtige Personen in Arnstadt inhaftiert, um die geplante Rückführung organisatorisch abzusichern.
  • Dauer: Die durchschnittliche Verweildauer der Betroffenen in der Einrichtung beträgt aktuell rund 18 Tage.

Fazit der Landesregierung

Für Ministerin Meißner hat sich die neue Infrastruktur im Freistaat bereits nach kurzer Zeit bewährt. Die konsequente Durchsetzung des Aufenthaltsrechts versteht die Thüringer Landesregierung als essenziellen Bestandteil staatlicher Souveränität sowie als Fundament für die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaates. Das erklärte Ziel bleibe auch weiterhin eine geordnete und vollkommen rechtskonforme Migrationspolitik.

Wollige Ausreißer auf der Bundesstraße: Freilaufende Schafe halten Rettungskräfte in Jena in Atem

Eine tierische Verkehrsbehinderung hat am Samstagmorgen für einen längeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr im Jenaer Mühltal gesorgt.

Gegen Morgen gingen bei der Einsatzzentrale der Polizei in Jena mehrere besorgte Bürgerhinweise ein: Fünf freilaufende Schafe waren im Bereich der Bundesstraße 7 (B7) unterwegs und gefährdeten den Verkehr. Die alarmierten Beamten konnten die Ausreißer zwar zügig im Mühltal lokalisieren, doch das Einfangen der flinken Tiere gestaltete sich deutlich schwieriger als zunächst gedacht.

Da die Schafe sich immer wieder dem Zugriff entzogen, forderten die Polizisten Verstärkung an. Erst mit der tatkräftigen Unterstützung der herbeigerufenen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Isserstedt und Lützeroda gelang es schließlich, die Tiere in die Enge zu treiben.

Nach rund zwei Stunden schweißtreibender Arbeit war der Einsatz erfolgreich beendet: Die fünf Schafe konnten wohlbehalten zusammengesucht und ihrem erleichterten Tierhalter unverletzt übergeben werden.