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Pietätloser Diebstahl in Erfurt: Urne aus Bestattungshaus entwendet

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Ein Vorfall von erschütternder Pietätlosigkeit beschäftigt derzeit die Erfurter Polizei. Aus einem hiesigen Bestattungshaus wurde eine Urne gestohlen, in der sich die sterblichen Überreste einer 78-jährigen Frau befanden.

Der Tatzeitraum konnte von den Ermittlern auf den 27. Mai 2026 bis zum 3. Juni 2026 eingegrenzt werden. Bei dem entwendeten Behältnis handelt es sich um eine auffällige, lilafarbene Schmuckurne der Firma Völsing. Der materielle Wert des Gegenstandes wird auf knapp 360 Euro beziffert. Doch der Schmerz der Angehörigen wiegt weit schwerer als jeder materielle Schaden.

Eindringlicher Appell der Polizei

Die Polizei ermittelt in diesem sensiblen Fall wegen Diebstahls sowie Störung der Totenruhe. Die Ermittlungen werden dabei in alle Richtungen geführt, um diesen pietätlosen Diebstahl aufzuklären.

Im Namen der zutiefst trauernden Hinterbliebenen richtet die Polizei einen dringenden Appell an den oder die Täter: Die Urne soll umgehend bei einer Polizeidienststelle oder einer anderen öffentlichen Stelle abgegeben werden – dies kann auch anonym oder über eine dritte Person erfolgen. Für die Angehörigen steht nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund, sondern das dringende Bedürfnis, von ihrem geliebten Menschen Abschied nehmen und ihn in Würde beisetzen zu können.

Zeugenaufruf

Die Polizei bittet zudem die Bevölkerung um Mithilfe. Wer sachdienliche Hinweise zum Verbleib der Urne geben kann oder Informationen aus dem Umfeld der Täterschaft hat, ist aufgefordert, sich zu melden.

Hinweise nimmt der Inspektionsdienst Süd unter der Telefonnummer 0361/5743-23100 oder per E-Mail an leiter-ed.lpi.erfurt.id-sued@polizei.thueringen.de entgegen. Bei allen Hinweisen wird um die Angabe der Vorgangsnummer 0138337 gebeten.

Steuererklärung 2025: Thüringens Finanzministerin erinnert an wichtige Fristen

Der 31. Juli rückt näher: Für viele Steuerpflichtige in Thüringen endet an diesem Tag die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2025. Finanzministerin Katja Wolf appelliert an die Bürger, die verbleibende Zeit zu nutzen und weist auf die modernen Unterstützungsangebote der Finanzverwaltung hin.

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und diese ohne steuerliche Beratung selbst erstellt, muss das Dokument spätestens bis zum 31. Juli 2026 beim Finanzamt einreichen. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich von Steuerberatern oder Lohnsteuerhilfevereinen unterstützen lassen, gilt eine verlängerte Frist bis zum 1. März 2027 (da der 28. Februar 2027 auf einen Sonntag fällt).

Digital zum Ziel: Mein ELSTER nutzen

Die Thüringer Finanzverwaltung empfiehlt für die Übermittlung das kostenfreie Online-Portal „Mein ELSTER“. Um das Portal zu nutzen, ist eine Registrierung erforderlich, die sich dank digitaler Identifizierung (z. B. via Nect Wallet App oder Online-Ausweisfunktion) innerhalb weniger Minuten abschließen lässt.

Tipp der Finanzministerin: Um den Zugang dauerhaft unkompliziert zu gestalten, empfiehlt sich die App „ELSTERSecure“. Sie dient als mobiler Zugangsschlüssel und erspart den Nutzern die regelmäßige Erneuerung von Zertifikatsdateien.

Hilfe bei Fragen: Das neue „ELSTER-Team Thüringen“

Sollte es bei der Registrierung oder der Nutzung des Portals Fragen geben, hat das Land einen speziellen Service eingerichtet. Das „ELSTER-Team Thüringen“ steht seit dem 1. Juni 2026 beratend zur Seite und ist wie folgt erreichbar:

  • Telefon: 0361 57 3631 200
  • E-Mail: elster@tlf.thueringen.de

Erreichbarkeit des Teams:

  • Montag & Dienstag: 08:00 – 15:00 Uhr
  • Mittwoch & Freitag: 08:00 – 12:00 Uhr
  • Donnerstag: 08:00 – 17:00 Uhr

„Mit der Einrichtung des ELSTER-Teams Thüringen setzt der Freistaat den Ausbau moderner und bürgernaher Verwaltungsangebote fort“, betont Katja Wolf. „Ziel ist es, die digitale Kommunikation mit der Steuerverwaltung weiter zu vereinfachen.“

„Amsel“ – Der Festsetzungsvorschlag vom Amt

Ein weiterer wichtiger Hinweis gilt dem Service-Angebot „Amsel – Die Steuer macht das Amt“. Rund 50.000 Steuerpflichtige im Freistaat haben bereits einen automatisierten Festsetzungsvorschlag erhalten, der auf den der Finanzverwaltung bereits vorliegenden Daten basiert.

Wer diesen Vorschlag annehmen möchte, muss dem Finanzamt seine schriftliche Zustimmung ebenfalls bis zum 31. Juli 2026 übermitteln. Im Gegenzug erhalten die Steuerpflichtigen innerhalb weniger Tage ihren endgültigen Steuerbescheid. Sollten noch weitere Angaben erforderlich sein, die im Vorschlag nicht enthalten sind, muss wie gewohnt eine reguläre Steuererklärung eingereicht werden.

Großeinsatz in Gera: Sprengstoffverdacht in Mehrfamilienhaus führt zu Evakuierungen

Ein dramatischer Zwischenfall sorgte am Dienstagmittag in Gera für erhebliche Unruhe. Nachdem ein 67-jähriger Anwohner in der Meuselwitzer Straße die Polizei über mögliche gefährliche Gegenstände in seiner Wohnung informiert hatte, lösten die Behörden einen Großeinsatz aus.

Der Alarm ging gegen Mittag ein und setzte eine sofortige Rettungskette in Gang. Um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen, sperrten Polizei und Feuerwehr den Bereich rund um die Meuselwitzer Straße sowie Teile der Plauenschen Straße weiträumig ab. Dies führte vorübergehend zu spürbaren Verkehrsbehinderungen in dem betroffenen Stadtteil.

Bewohner vorsorglich in Sicherheit gebracht

Aus Gründen der Gefahrenabwehr wurden nicht nur das betroffene Wohnhaus, sondern auch angrenzende Gebäude vorsorglich evakuiert. Die betroffenen Anwohner wurden während der Dauer des Einsatzes in einer nahegelegenen Schule betreut.

Neben den Kräften der Landespolizeiinspektion Gera waren auch die Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie spezialisierte Entschärfer des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA) im Einsatz. Unterstützt wurden die Experten vor Ort zudem von einem Sprengstoffspürhund.

Gegenstände sichergestellt – Ermittlungen laufen

Die Spezialkräfte des LKA konnten die fraglichen Gegenstände zügig identifizieren, fachgerecht sichern und schließlich abtransportieren. Im Anschluss an die Sicherung wurde das Gebäude einer gründlichen Durchsuchung unterzogen, um sicherzustellen, dass keine weiteren Gefahrenquellen bestehen.

Nach etwa zwei Stunden konnte Entwarnung gegeben werden: Die Absperrungen wurden aufgehoben und die Bewohner durften in ihre Wohnungen zurückkehren. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.

Die Polizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Die polizeilichen Ermittlungen zur Herkunft und Beschaffenheit der sichergestellten Objekte dauern derzeit noch an.

Zivilcourage in Jena: Passant stoppt Angreifer nach Übergriff auf Seniorin

Zu einem schockierenden Vorfall kam es am Montagmittag in der Jenaer Innenstadt. In der Johannisstraße attackierte ein 39-jähriger Mann eine 82-jährige Rollstuhlfahrerin, wurde jedoch durch das beherzte Eingreifen eines Zeugen gestoppt.

Wie die Polizei berichtet, riss der Tatverdächtige die Seniorin unvermittelt aus ihrem Rollstuhl, woraufhin die Frau zu Boden stürzte. Nach ersten Erkenntnissen trug die 82-Jährige glücklicherweise keine Verletzungen davon und benötigte keine medizinische Versorgung.

Ein Passant, der den Vorfall beobachtete, schritt sofort ein und hielt den Angreifer bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte fest. Dabei leistete der 39-Jährige massiven Widerstand: Er schlug dem Helfer mit der Faust ins Gesicht und biss ihn zudem in die Hand, wobei der Passant leichte Verletzungen davontrug.

Vor Ort durchgeführte Maßnahmen der Polizei bestätigten den Verdacht einer erheblichen Alkoholisierung des Mannes; ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,6 Promille. Gegen den Tatverdächtigen wurden umgehend entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Geistesgegenwart verhindert Betrug: Tankstellenmitarbeiterin bewahrt Seniorin vor finanziellem Schaden

Dank der Aufmerksamkeit und Zivilcourage einer Tankstellenmitarbeiterin konnte am frühen Montagnachmittag in einer AVEX-Tankstelle in Oberdorla ein Betrugsdelikt zum Nachteil einer 74-jährigen Dame verhindert werden.

Die Seniorin erschien vor Ort mit dem Anliegen, „Paysafe-Karten“ im Gesamtwert von 1.000,00 Euro zu erwerben. Da ihr der ungewöhnlich hohe Betrag verdächtig vorkam, fragte die 41-jährige Mitarbeiterin nach dem Verwendungszweck. Die Kundin erklärte daraufhin, von einem Unbekannten angerufen worden zu sein. Der Anrufer habe ihr einen Gewinn von 49.000,00 Euro in Aussicht gestellt, für dessen Auszahlung jedoch eine Vorauszahlung in Höhe von 1.000,00 Euro mittels der genannten Guthabenkarten erforderlich sei.

Die Mitarbeiterin erkannte die Situation geistesgegenwärtig als Betrugsversuch und verständigte umgehend die Polizei. Die Beamten der Polizeiinspektion Unstrut-Hainich bestätigten den Verdacht der Mitarbeiterin. Durch das umsichtige Handeln der Tankwartin konnte ein finanzieller Schaden für die ältere Dame abgewendet werden.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Betrugs eingeleitet. In diesem Zusammenhang mahnen die Behörden zur äußersten Vorsicht: Immer wieder geraten insbesondere ältere Menschen in das Visier von Betrügern, die mit erfundenen Gewinnversprechen oder ähnlichen perfiden Maschen versuchen, ihre Opfer um hohe Geldbeträge zu bringen. Die Polizei appelliert daher eindringlich, bei derartigen Telefonaten stets skeptisch zu bleiben und im Zweifelsfall umgehend die Polizei zu kontaktieren.

FC Carl Zeiss Jena gegen 1. FC Union Berlin: Wichtige Hinweise für die Anreise mit Bus und Bahn

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Am kommenden Sonntag, dem 12. Juli, startet der FC Carl Zeiss Jena mit einem echten Highlight in die neue Saison: Das Testspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Union Berlin steht an. Da das Ernst-Abbe-Sportfeld gut gefüllt sein wird, empfiehlt sich die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr. Hierbei gibt es in diesem Jahr jedoch zwei wesentliche Änderungen zu beachten, wie der Jenaer Nahverkehr mitteilt.

Kombiticket gilt nicht mehr – Regulärer Fahrschein erforderlich

Die wichtigste Nachricht für alle Stadionbesucher vorab: Die Eintrittskarte für das Spiel berechtigt in dieser Saison nicht mehr zur kostenlosen An- und Abreise mit Bus und Bahn. Alle Fans werden daher gebeten, sich vor Fahrtantritt einen regulären Fahrschein zu kaufen. Hierfür stehen die Fahrscheinautomaten an den Haltestellen sowie direkt in den Fahrzeugen zur Verfügung. Wer es unkomplizierter mag, kann sein Ticket auch bequem digital über die Smartphone-App Fairtiq erwerben.

Baustelle an der Paradiesbrücke: Geänderte Linienführung beachten

Zudem sorgt die aktuelle Baustelle an der Paradiesbrücke für eine veränderte Verkehrsführung im Jenaer Straßenbahnnetz. Je nachdem, aus welcher Richtung Sie anreisen, empfiehlt der Nahverkehr unterschiedliche Haltestellen:

  • Anreise aus/in Richtung Burgaupark, Göschwitz und Lobeda: Nutzen Sie die Haltestelle Sportforum. Diese wird derzeit ausschließlich von den Linien 4 und 5 bedient, die zwischen der Ersatzhaltestelle Paradiesbrücke und dem Ernst-Abbe-Platz über Lobeda-West verkehren.
  • Anreise aus/in Richtung Stadtzentrum, Jena-Nord, Jena-Ost und Winzerla:Weichen Sie bitte auf die Haltestelle Felsenkeller in der Kahlaischen Straße aus. Aufgrund der Baustelle wird diese Haltestelle von den Linien 1 (Lobeda-Ost – Stadtzentrum – Zwätzen), 2 (Jena-Ost – Stadtzentrum – Winzerla) sowie ebenfalls von den Linien 4 und 5 angefahren. Von dort aus ist das Stadion fußläufig gut zu erreichen.

Der Jenaer Nahverkehr bittet alle Fahrgäste und Fußballfans, sich frühzeitig auf den Weg zu machen und die veränderten Abfahrtszeiten einzugegnen, damit pünktlich zum Anpfiff im Stadion beste Stimmung herrscht.

Tanken in Thüringen: Warum sich das Abfahren von der Autobahn auch hier lohnt

Wer auf Thüringens Autobahnen unterwegs ist, kennt das Dilemma: Der Tank neigt sich dem Ende zu und die nächste Raststätte lockt mit direkter Erreichbarkeit. Doch ein aktueller Preisvergleich des ADAC zeigt deutlich, dass der Komfort an der Autobahn mit einem satten Aufpreis erkauft wird – auch wenn die Differenz in Thüringen etwas geringer ausfällt als im restlichen Bundesgebiet.

Deutliche Ersparnis trotz regionaler Unterschiede

Der ADAC hat in diesem Jahr erstmals eine Vollerhebung aller deutschen Tankstellen durchgeführt. Im Beobachtungszeitraum vom 6. bis 19. April 2026 zeigte sich bundesweit ein signifikanter Preisunterschied zwischen Autobahn- und Straßentankstellen von bis zu 33 Cent pro Liter.

In Thüringen fällt der Aufschlag etwas moderater aus, bleibt aber dennoch empfindlich:

  • Super E10: An den 10 thüringischen Autobahntankstellen lag der Durchschnittspreis bei 2,35 Euro, während Autofahrende an den 366 Straßentankstellen im Schnitt nur 2,11 Euro zahlten.
  • Diesel: Hier kostete der Liter an der Autobahn durchschnittlich 2,52 Euro, abseits der Fernstraßen waren es 2,29 Euro.

Für Autofahrende bedeutet das konkret: Wer für eine 50-Liter-Tankfüllung die Autobahn verlässt, spart in Thüringen etwa 11 bis 12 Euro.

Warum die Preise in Thüringen anders reagieren

Dass die Preisdifferenz in Thüringen mit 24 Cent (E10) beziehungsweise 23 Cent (Diesel) unter dem Bundesdurchschnitt liegt, hat eine logische Ursache. Während die Autobahntankstellen im Freistaat zu den günstigsten bundesweit zählen, liegen die Preise an den Straßentankstellen etwas über dem westdeutschen Niveau.

Dies ist der unterschiedlichen Marktlogik geschuldet:

  • Autobahn: Hier dominieren Faktoren wie hohes Verkehrsaufkommen und die Zahlungsbereitschaft der Reisenden. Auf den extrem stark frequentierten Routen in Süddeutschland sind daher deutlich höhere Preise durchsetzbar als in Thüringen.
  • Straßennetz: Hier entscheidet der lokale Wettbewerb. In ländlich geprägten Regionen Thüringens gibt es eine geringere Tankstellendichte. Weniger Konkurrenz führt hier zu etwas höheren Preisen als in den dicht besiedelten Gebieten Westdeutschlands.

Strategisch tanken: Experten-Tipp

Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, rät daher zu einer strategischen Planung der Tankstopps. „Es lohnt sich immer, die Preise vor dem Tanken an den umliegenden Tankstellen miteinander zu vergleichen“, empfiehlt der Experte. Wer unterwegs nachtanken müsse, sollte die Autobahn verlassen, da sich meist nur wenige Kilometer entfernt eine deutlich günstigere Tankmöglichkeit biete.

Schüsse im Erfurter Norden: Polizei sucht Zeugen nach Verstoß gegen das Waffengesetz

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In der Nacht zu Samstag kam es im Erfurter Norden zu einem größeren Polizeieinsatz. Ein Zeuge hatte kurz nach Mitternacht Schüsse gemeldet. Die Beamten leiteten umgehend eine Fahndung nach den Tätern ein. Der Vorfall ereignete sich am frühen Samstagmorgen (04.07.2026) in der Bukarester Straße. Gegen 01:20 Uhr hörte ein aufmerksamer Zeuge mehrere Schussgeräusche aus dem Bereich und alarmierte geistesgegenwärtig über den Notruf die Polizei.

Hülsen von Schreckschusswaffen sichergestellt

Die kurze Zeit später am Einsatzort eintreffenden Streifenwagenbesatzungen sperrten den betroffenen Bereich ab und suchten den Tatort nach Spuren ab. Dabei stießen die Beamten auf mehrere abgefeuerte Patronenhülsen. Nach einer ersten kriminaltechnischen Begutachtung handelte es sich dabei um Schreckschussmunition. Die Hülsen wurden von den Polizisten als Beweismittel sichergestellt.

Ermittlungen laufen – Täter flüchtig

Trotz einer sofort eingeleiteten, großflächigen Fahndung mit mehreren Streifenwagen im Erfurter Norden gelang den unbekannten Tätern noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte die Flucht. Sie konnten im Nahbereich nicht mehr festgestellt werden.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die sich zur Tatzeit in der Bukarester Straße aufgehalten haben, nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Fehlalarm im Saale-Holzland-Kreis: „Totes“ Alpaka hatte nur einen eingeklemmten Nerv

Ein ungewöhnlicher Rettungseinsatz der Polizei nahm am Sonntagnachmittag ein glückliches und beinahe kurioses Ende. Besorgte Bürger hatten die Beamten wegen eines vermeintlich leblosen Tieres alarmiert. Eine aufmerksame Bürgerin war am Nachmittag auf eine Alpaka-Herde im Saale-Holzland-Kreis aufmerksam geworden, weil die Tiere ungewöhnlich laut schrien. Als sie nach der Ursache für den Lärm suchte, machte sie eine beunruhigende Entdeckung: Ein Alpaka lag regungslos am Boden. Aus Sorge um das Wohl des Tieres und den Zustand der restlichen Herde verständigte sie umgehend die Polizei.

Tierhalterin und Polizei eilen zur Wiese

Die herbeigerufenen Beamten nahmen den Hinweis ernst und fuhren gemeinsam mit der Tierhalterin zur Koppel. Vor Ort folgte jedoch schnell die Erleichterung: Das Tier war keineswegs tot.

Entwarnung auf der Weide: Das Alpaka hatte sich lediglich unglücklich bewegt und sich dabei einen Nerv eingeklemmt, weshalb es sich aus eigener Kraft nicht mehr aufrichten konnte.

Schnelle Hilfe auf vier Beinen

Mit vereinten Kräften und ein wenig Unterstützung wurde dem glücklosen Alpaka wieder aufgeholfen. Nur kurze Zeit später stand das Tier wieder stabil auf seinen vier Beinen und konnte sich völlig unbeschadet wieder in seine Herde integrieren. Der dramatisch wirkende Vorfall löste sich somit zur Erleichterung aller Beteiligten in Wohlgefallen auf.

Balkon-Sturz nach Familienstreit: Handfeste Auseinandersetzung in Apolda

Ein emotionaler Konflikt ist am Samstagabend in Apolda völlig aus dem Ruder gelaufen. Was als verbaler Streit begann, endete mit einer Schlägerei und dem Sturz von einem Balkon. Gegen 19:45 Uhr eskalierte die Situation in der Leutloffstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wählten zwei Männer einen unkonventionellen und illegalen Weg, um eine Aussprache zu erzwingen: Sie kletterten über den Balkon und verschafften sich so Zutritt zu einer Wohnung im Erdgeschoss.

Handgemenge endet mit Sturz aus 1,80 Metern

In der Wohnung trafen die beiden Eindringlinge auf zwei weitere Männer. Der verbale Streit schlug sofort in körperliche Gewalt um, als die Beteiligten begannen, aufeinander einzuschlagen. Im Laufe des Handgemengels wurde ein 48-jähriger Mann schließlich über das Geländer des Balkons gestoßen. Trotz einer Fallhöhe von rund 1,80 Metern hatte er großes Glück im Unglück und zog sich lediglich leichte Verletzungen zu.

Trauerfall als mutmaßlicher Auslöser

Hintergrund der heftigen Konfrontation ist nach ersten Ermittlungen ein vorausgegangener verbaler Streit. Dabei soll es um eine kürzlich verstorbene Angehörige der Männer gegangen sein. Die Polizei hat die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und dem Ablauf der Schlägerei aufgenommen.