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Dringende Notreparatur am Fernwärmenetz: Weite Teile von Jena ab 30. Juni ohne Heizung und Warmwasser

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Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck müssen Ende Juni eine unaufschiebbare Reparatur an der zentralen Fernwärmehauptleitung im Stadtzentrum durchführen. Wie der Energieversorger mitteilte, wurde bei Routinekontrollen ein erheblicher Schaden an einer Hauptabsperrarmatur im Stadtkanal entdeckt. Um die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter nicht zu gefährden, ist eine kurzfristige Instandsetzung unumgänglich.

Für die Arbeiten im Stadtkanal muss die Leitung komplett entleert und abgekühlt werden. Dies führt zu einer großflächigen Versorgungsunterbrechung im Stadtgebiet.

Der Zeitraum der Abschaltung

Die Arbeiten sind präzise getaktet, erfordern jedoch einen Vor- und Nachlauf. Die Unterbrechung der Fernwärmeversorgung ist für folgenden Zeitraum geplant:

  • Beginn: Dienstag, 30. Juni 2026, ab 22:00 Uhr
  • Voraussichtliches Ende: Donnerstag, 2. Juli 2026, gegen 16:00 Uhr

Wichtiger Hinweis für Betroffene: Während dieser rund 42 Stunden stehen in den betroffenen Gebäuden weder Heizung noch warmes Wasser zur Verfügung. Da eine Ersatzversorgung technisch nicht möglich ist, bitten die Stadtwerke alle Kunden, die zwingend auf Warmwasser angewiesen sind, rechtzeitig eigene Vorsorge zu treffen.

Welche Stadtteile sind betroffen?

Die Abschaltung betrifft rund 810 Abnahmestellen mit etwa 8.800 Haushalten. Die Netzstruktur teilt das Stadtgebiet für diesen Zeitraum in betroffene und nicht betroffene Areale:

Betroffene Gebiete (Keine Versorgung)Teilweise betroffen (Einschränkungen möglich)Nicht betroffen (Normale Versorgung)
* Stadtzentrum
* Jena-Süd
* Jena-West
* Jena-Nord
* Nord 2 & Nord 3: Werden teilweise über die Biogasanlage Zwätzen versorgt. Je nach Wetterlage und Wärmebedarf kann es aber auch hier zu Engpässen kommen.* Lobeda-Ost
* Lobeda-West
* Winzerla
* Beutenberg

Koppelung weiterer Baumaßnahmen

Um die notwendige und tiefgreifende Sperrung der Hauptleitung so effizient wie möglich zu nutzen, werden die Stadtwerke parallel weitere wichtige Netzarbeiten ausführen. Dazu gehören unter anderem:

  • Der offizielle Anschluss des Planetariums an das Fernwärmenetz
  • Dringende Reparaturarbeiten im Bereich der Landesbibliothek
  • Die Ertüchtigung eines Festpunktlagers direkt im Stadtkanal

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck bitten alle betroffenen Bürger und Kunden um Verständnis für die Unannehmlichkeiten, betonen jedoch die absolute Notwendigkeit der Maßnahme zur Vermeidung von Ausfällen in der kalten Jahreszeit.

Nitrat im Grundwasser: VSR-Gewässerschutz schlägt Alarm für den Kreis Sömmerda

Seit einem Jahrzehnt steuert das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes verschiedene Städte im Kreis Sömmerda an, um die Qualität des lokalen Brunnenwassers unter die Lupe zu nehmen. Zusammen mit den per Post eingesandten Proben hat die gemeinnützige Organisation nun eine Bilanz aus 285 Untersuchungen gezogen. Die erstmalig vorgelegte Langzeitauswertung von 2016 bis 2025 zeigt eine alarmierende Entwicklung: Die Nitratbelastung im privaten Bereich sinkt nicht – sie steigt drastisch an.

Obwohl die europäische Nitratrichtlinie bereits seit 1991 den Schutz des Grundwassers vor übermäßigen Nährstoffeinträgen vorschreibt, stellt der VSR-Gewässerschutz in einer rasant wachsenden Zahl von Gartenbrunnen der Region Nitratwerte von über 50 Milligramm pro Liter (mg/l) fest.

Erschreckender Trend: Jeder zweite Brunnen überschreitet den Grenzwert

Harald Gülzow, der die Nitratuntersuchungen im Kreis Sömmerda von Anfang an begleitet hat, legt Zahlen vor, die aufhorchen lassen:

„Während in den Jahren 2016 bis 2020 noch 41,4 % der Brunnen den Grenzwert überschritten, ist die Belastung im Zeitraum 2021 bis 2025 auf 50,0 % gestiegen. Besonders problematisch ist, dass der Anteil der Brunnen mit einer schweren Nitratbelastung von über 100 mg/l im gesamten Zeitraum auf 14,3 % stieg.“

Das Fazit des Experten fällt entsprechend kritisch aus: Die bisherigen Maßnahmen in der Landwirtschaft zur Verringerung der Nitratbelastung im Grundwasser zeigen zwar punktuell Wirkung, in der Summe ist die Belastung bisher aber keineswegs wie erhofft gesunken. Um am Ball zu bleiben und die Entwicklung weiter genauestens zu dokumentieren, wird das Labormobil auch in diesem Jahr wieder im Kreis Sömmerda Station machen. Die Termine für die Region sowie detaillierte Grafiken werden rechtzeitig auf der Homepage des Vereins veröffentlicht.

Wasserschutzgebiete als Vorbild – Handlungsbedarf in der Fläche

Die Auswertung macht deutlich, wo die eigentlichen Problemzonen liegen: Besonders stark belastete Gartenbrunnen befinden sich häufig außerhalb der offiziellen Wasserschutzgebiete der öffentlichen Trinkwasserversorgung.

Innerhalb dieser speziell ausgewiesenen Areale haben viele lokale Wasserversorger schon frühzeitig selbst die Initiative ergriffen. „Ihnen war klar geworden, dass sie sich nicht auf die Politik verlassen können. Die gesetzlichen Regelungen für die Aufbringung von Dünger waren nicht ausreichend, um längerfristig den Trinkwassergrenzwert von 50 mg/l einzuhalten“, erläutert Harald Gülzow.

Durch freiwillige Kooperationen zwischen Wasserversorgern und Landwirten entstanden dort effizientere Düngemethoden und gewässerschonendere Anbausysteme, die über die gesetzlichen Mindestvorgaben hinausgehen. Diese Partnerschaften tragen seit vielen Jahren erfolgreich dazu bei, das Grundwasser sauber zu halten und teure, technische Verfahren zur Nitratentfernung von vornherein zu vermeiden.

Risiken für Mensch, Tier und das Ökosystem der Nordsee

Der VSR-Gewässerschutz fordert nachdrücklich, dass die Nitratbelastung auch außerhalb von geschützten Zonen dringend flächendeckend gesenkt werden muss. Schließlich sollen Gartenbesitzer ihr eigenes Brunnenwasser ohne gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier zum Gießen, zum Befüllen von Teichen oder als Tränkwasser nutzen können.

Zudem bleibt das Problem nicht auf die Region beschränkt: Das nitratbelastete Grundwasser sickert unaufhörlich in lokale Bäche und Flüsse. Über diese Wasserwege wird die Nährstofffracht letztlich bis in die Nordsee transportiert, wo sie massiven Schaden anrichtet. Die Folge ist ein starkes Algenwachstum, das den Wasserlebewesen den Sauerstoff raubt und die maritime Fauna gefährdet. „Eine Verringerung der Nitratbelastung ist dringend nötig, um die Artenvielfalt zu fördern“, so Gülzow abschließend.

Nitrat im Grundwasser: VSR-Gewässerschutz legt Langzeitstudie für den Kreis Nordhausen vor

Seit 15 Jahren rollt das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes durch den Kreis Nordhausen, um die Qualität des lokalen Brunnenwassers zu überprüfen. Ergänzt durch zahlreiche postalisch eingesandte Proben hat die gemeinnützige Organisation nun eine Bilanz aus rund 1.000 Untersuchungen gezogen. Das Ergebnis der Langzeitauswertung von 2011 bis 2025 zeigt: Die Nitratbelastung sinkt zwar, liegt aber im privaten Bereich weiterhin auf einem besorgniserregend hohen Niveau.

Obwohl die europäische Nitratrichtlinie bereits seit 1991 den Schutz des Grundwassers vor übermäßigen Einträgen vorschreibt, stellt der VSR-Gewässerschutz in vielen Gartenbrunnen der Region noch immer Nitratwerte von über 50 Milligramm pro Liter (mg/l) fest.

Der Trend: Langsame Besserung, aber keine Entwarnung

Harald Gülzow, der die Nitratuntersuchungen im Kreis Nordhausen von Anfang an begleitet hat, zieht eine gemischte Bilanz:

„Während in den Jahren 2011 bis 2015 noch 39,1 % der Brunnen den Grenzwert überschritten, waren es im Zeitraum 2021 bis 2025 immer noch 26,0 %. Besonders problematisch ist, dass der Anteil der Brunnen mit einer extremen Nitratbelastung von über 100 mg/l im gesamten Zeitraum nur minimal auf 3,9 % sank.“

Das Fazit des Experten fällt daher verhalten aus: Die eingeleiteten Maßnahmen in der Landwirtschaft zur Verringerung der Nitratbelastung zeigen zwar messbare Wirkung, der Rückgang verläuft jedoch deutlich langsamer als erhofft. Um die Entwicklung weiter lückenlos zu dokumentieren, wird das Labormobil auch in diesem Jahr wieder im Kreis Nordhausen Station machen. Die genauen Termine sowie detaillierte Grafiken werden auf der Homepage des Vereins veröffentlicht.

Wasserschutzgebiete als Vorreiter – Probleme in der Fläche

Die Auswertung macht einen deutlichen Unterschied zwischen den Zonen deutlich: Besonders stark belastete Gartenbrunnen liegen oft außerhalb der offiziellen Wasserschutzgebiete der öffentlichen Trinkwasserversorgung.

Innerhalb dieser Schutzgebiete haben viele Wasserversorger schon frühzeitig die Initiative ergriffen. „Ihnen war klar geworden, dass sie sich nicht auf die Politik verlassen können. Die gesetzlichen Regelungen für die Aufbringung von Dünger waren schlicht nicht ausreichend, um den Trinkwassergrenzwert von 50 mg/l längerfristig einzuhalten“, erklärt Gülzow.

Durch freiwillige Kooperationen zwischen Wasserversorgern und Landwirten wurden dort effizientere Düngemethoden und gewässerschonendere Anbausysteme etabliert, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Diese Partnerschaften tragen seit vielen Jahren erfolgreich dazu bei, das Grundwasser sauber zu halten und teure, technische Verfahren zur Nitratentfernung zu vermeiden.

Gefahren für Mensch, Tier und die Nordsee

Der VSR-Gewässerschutz betont, dass eine flächendeckende Senkung der Nitratwerte auch außerhalb der Wasserschutzgebiete dringend notwendig ist. Nur so können Gartenbesitzer ihr Brunnenwasser ohne gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier zum Gießen, zum Befüllen von Teichen oder als Tränkwasser nutzen.

Zudem bleibt das Problem nicht lokal beschränkt: Das nitratbelastete Grundwasser sickert kontinuierlich in Bäche und Flüsse, über die der Nährstoff letztlich bis in die Nordsee transportiert wird. Dort führt die Überdüngung zu massivem Algenwachstum, das dem Wasser den Sauerstoff entzieht und die marinen Lebensräume gefährdet. „Eine Verringerung der Nitratbelastung ist dringend nötig, um die Artenvielfalt zu fördern“, so Gülzow abschließend.

Meininger Stadtfest 2026: Wo Tradition auf Festivalgefühl trifft

Meiningen macht sich bereit für das Event-Highlight des Jahres: Vom 12. bis 14. Juni verwandelt sich die gesamte Innenstadt in eine lebendige Bühne für Kultur, Musik, Handwerk und Genuss. Unter dem Motto „Hütesfest“ erwartet die Besucher ein Wochenende, das traditionelle Bräuche perfekt mit modernem Festival-Feeling kombiniert.

Das Stadtfest 2026 setzt in diesem Jahr auf Expansion und Nachhaltigkeit. Dank einer neuen, zusätzlichen Bühne in der Ludwig-Chronegk-Straße wird das Festivalgelände erweitert. Um die An- und Abreise für alle Gäste umweltfreundlicher zu gestalten, kommen erstmals die neuen E-Busse der Meininger Busbetriebs GmbH (MBB) zum Einsatz. Das Programm besticht vor allem durch eine starke Präsenz regionaler Künstler, die die kulturelle Vielfalt Meiningens widerspiegeln.

Lebendige Bräuche und ein historischer Auftakt

Der traditionelle Startschuss fällt mit dem 63. Töpfemarktfest. Begleitet wird der Auftakt von der Meininger Hütesholle, den Jagdhornbläsern der Kreisjägerschaft und einem besonderen historischen Gast: Herzog Georg II. wird in diesem Jahr das Festpublikum beehren und die Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart schlagen.

Das gesamte Wochenende über bietet die Stadt ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein:

  • Kulinarik & Handwerk: Das traditionelle Hütesessen sorgt für das leibliche Wohl, während der Kunsthandwerkermarkt zum Stöbern einlädt.
  • Sport & Spaß: Neben sportlichen Wettbewerben verspricht der Werra-Bade-Spaß Abkühlung und Unterhaltung.
  • Der große Umzug: Am Sonntag zieht der traditionelle Stadtfestumzug durch die Straßen und präsentiert das Engagement und Miteinander der Meininger Vereine und Bürger.

Aufruf zum Weltrekord: Meiningen tanzt!

Ein absolutes Highlight des Wochenendes wird der geplante Tanzflashmob. Die Stadt hat Großes vor und möchte den offiziellen Weltrekord nach Meiningen holen. Damit das Vorhaben gelingt, wird jede Unterstützung gebraucht – von Jung bis Alt. Wer vorab für den großen Auftritt trainieren möchte, findet die Choreografie und alle wichtigen Hinweise online unter www.meiningen.de/flashmob.

Das vollständige Programm des Hütesfestes 2026 sowie weitere Informationen sind auf der offiziellen Website der Stadt unter www.meiningen.de/stadtfest abrufbar.

Messerangriff in Nordhausen: 27-Jähriger bei Streit an der Zorge schwer verletzt

Ein heftiger Streit in einer Männergruppe hat am Sonntagnachmittag in Nordhausen zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften geführt. An der Promenade der Zorge wurde ein Mann durch Stiche schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter konnte kurz nach der Tat festgenommen werden. Gegen 15:30 Uhr hielten sich mehrere Männer gemeinsam im Bereich der Uferstraße an der dortigen Zorge-Promenade auf. Aus bislang ungeklärter Ursache entwickelte sich innerhalb dieser Gruppe ein lautstarker Streit zwischen zwei Beteiligten.

Im Verlauf der Auseinandersetzung eskalierte die Situation: Ein 23-jähriger Mann griff in eine mitgeführte Tasche, zog eine Stichwaffe heraus und attackierte damit unvermittelt seinen 27-jährigen Kontrahenten.

Opfer schwer verletzt – Täter auf der Flucht gefasst

Das 27-jährige Opfer erlitt bei dem Angriff mehrere Stichverletzungen. Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort musste der Mann mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Klinikum eingeliefert werden.

Der Angreifer flüchtete zunächst vom Tatort. Die alarmierte Polizei leitete umgehend eine Fahndung im Stadtgebiet ein. Beamte des Inspektionsdienstes Nordhausen konnten den 23-jährigen Tatverdächtigen bereits wenig später ausfindig machen und vorläufig festnehmen.

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln

Aufgrund der Schwere der Tat hat die Kriminalpolizei Nordhausen die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen. Die Beamten arbeiten bei dem Fall eng mit der Staatsanwaltschaft Mühlhausen zusammen.

Sobald alle vorläufigen Ermittlungsergebnisse und Zeugenaussagen vorliegen, wird die Staatsanwaltschaft über das weitere Verfahren und einen möglichen Antrag auf Haftbefehl gegen den Festgenommenen entscheiden.

Schwerer Verkehrsunfall bei Kaltensundheim: Vier Todesopfer nach Frontalkollision

Auf der Landstraße zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen kam es am Montagnachmittag zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Bei einem frontalen Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Lastkraftwagen verloren vier Menschen, darunter zwei Kleinkinder, ihr Leben. Nach Angaben der Polizei befuhr eine 20-jährige Autofahrerin am Nachmittag die Verbindungsstraße, als sie aus bislang ungeklärter Ursache von ihrer Fahrspur abkam und auf die Gegenfahrbahn geriet. Vor einer Kurve kam es daraufhin zur Kollision mit einem entgegenkommenden Lastwagen.

Der 63-jährige Fahrer des Lastkraftwagens versuchte laut Polizeibericht noch, dem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen. Ein Zusammenstoß konnte jedoch nicht mehr verhindert werden.

Insassen erliegen schweren Verletzungen

Der Aufprall war so heftig, dass die weiblichen Insassen in dem Auto eingeklemmt wurden. Trotz des raschen Eintreffens der Rettungskräfte und sofort eingeleiteter medizinischer Notfallmaßnahmen kam für die Autoinsassen jede Hilfe zu spät. Die 20-jährige Fahrerin, ihre 25-jährige Beifahrerin sowie zwei mitfahrende Kinder im Alter von jeweils etwa anderthalb Jahren verstarben noch direkt an der Unfallstelle.

Gutachter im Einsatz – Mehrstündige Sperrung

Zur Klärung der genauen Unfallursache und zur Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde ein Unfallsachverständiger an die Einsatzstelle gerufen. Die Landstraße zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen musste für die Dauer der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme sowie der Bergung der Fahrzeuge für insgesamt über vier Stunden voll gesperrt werden.

Entsetzen in Pößneck: Ermittlungen nach qualvollem Tod eines Hundes

Nach Berichten in den sozialen Medien über den grausamen Tod eines Hundes in Pößneck haben die Landespolizeiinspektion Saalfeld und die Staatsanwaltschaft Gera den Fall offiziell bestätigt. Gegen zwei Tatverdächtige wird wegen eines schweren Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Der Vorfall, der in den vergangenen Tagen für erhebliche Unruhe und Bestürzung im Netz gesorgt hatte, ereignete sich bereits im November 2025. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wird einer 21-jährigen Frau und einem 41-jährigen Mann – beide deutsche Staatsangehörige – vorgeworfen, das Tier gemeinschaftlich gequält und misshandelt zu haben.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Beschuldigten den Hund zunächst mit Medikamenten vergifteten und ihn anschließend strangulierten.

Kadaver exhumiert – Kriminalpolizei ermittelt

Bereits im Dezember 2025 wurde gegen das Duo Anzeige erstattet. Seitdem führt die Kriminalpolizeiinspektion Saalfeld die intensiven Ermittlungen. Im Zuge nachfolgender polizeilicher Einsatzmaßnahmen konnte der Kadaver des verstorbenen Tieres ausfindig gemacht, exhumiert und für weitere Untersuchungen gesichert werden.

Abstimmung mit dem Veterinäramt

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu den genauen Hintergründen und dem Motiv der Tat dauern weiterhin an. Hierbei erfolgt zudem eine enge Abstimmung mit dem zuständigen Veterinäramt, um den Fall lückenlos aufzuklären.

Energiewende vor Ort: 1,6 Millionen Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien in Thüringens Kommunen

Ein kraftvoller Impuls für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung: Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium das neue Verbundprojekt „BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien in Kommunen“ in Thüringen mit rund 1,6 Millionen Euro. Flankiert und finanziell unterstützt wird das Vorhaben zudem vom Thüringer Umwelt- und Energieministerium. Das erklärte Ziel: Städte, Gemeinden und Landkreise spürbar dabei zu entlasten, den Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik voranzutreiben und gleichzeitig die Akzeptanz für diese Projekte direkt vor Ort zu stärken.

Fünf neue Experten-Stellen für die Praxis vor Ort

Mit der konkreten Umsetzung im Freistaat ist die Thüringer Landesenergieagentur (THEGA) betraut. Um den enormen Beratungsbedarf der Kommunen aufzufangen, schafft die THEGA im Zuge des Projekts fünf neue Stellen. Die dort tätigen Projektleiter werden über die vierjährige Laufzeit hinweg als direkte, regionale Ansprechpartner fungieren.

Zu ihren Kernaufgaben gehören:

  • Die fachliche und strategische Begleitung von Städten und Gemeinden bei der konkreten Planung und Umsetzung von Wind- und Solarprojekten.
  • Die Moderation und Gestaltung von Dialog- und Beteiligungsprozessen, um Bürger frühzeitig einzubinden und Konflikte zu minimieren.
  • Die Entwicklung von praxisnahen Beratungsangeboten, Leitfäden und Schulungen.

Kommunen als Schlüsselakteure der Energiewende

Dass die Unterstützung genau zur richtigen Zeit kommt, betont auch Thüringens Energieminister Tilo Kummer:

„Die Energiewende ist eine Chance, wenn wir es schaffen, die regionale Wertschöpfung dabei zu stärken. Erneuerbare Energien können im richtigen Mix unsere Unabhängigkeit von Importen erhöhen und langfristig eine eigene, bezahlbare Energieversorgung ermöglichen. Die Kommunen sind hierbei zentrale Akteure, stehen jedoch vor großen Herausforderungen – etwa durch begrenzte personelle Ressourcen, hohe fachliche Anforderungen oder Konflikte vor Ort. Genau hier setzt das neue Angebot an.“

Ein zentrales Thema wird dies auch auf der anstehenden Thüringer Energiekonferenz am kommenden Dienstag sein, bei der der Minister den direkten Dialog mit den kommunalen Vertretern sucht.

Auch Prof. Dr. Dieter Sell, Geschäftsführer der THEGA, sieht in dem Projekt einen entscheidenden Hebel für die kommunale Praxis: „Durch frühzeitige Information, geeignete Beteiligungsformate und individuelle Unterstützung sollen Prozesse beschleunigt und die kommunale Handlungskompetenz gestärkt werden. Unser Ziel ist es, Kommunen im Freistaat so schnell wie möglich für die Energiewende fit zu machen und zu befähigen, Erneuerbare-Energien-Projekte schnell, professionell und unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen.“

Ein starkes Netzwerk: Bundesweiter Austausch, lokaler Fokus

Das BEEKOMM-Projekt beschränkt sich nicht nur auf Thüringen, sondern setzt auf eine bundesweite, erstmalig so enge Kooperation mehrerer Landesenergieagenturen und Facheinrichtungen. Durch einen gemeinsamen Schulungs-Baukasten und intensiven Erfahrungsaustausch wird gebündeltes Wissen für die Praxis nutzbar gemacht.

Während bundesweit insgesamt rund 4.300 Kommunen proaktiv angesprochen werden sollen, geht Thüringen in die Vollen: Alle 605 Kommunen des Freistaats werden direkt kontaktiert.

Das länderübergreifende Partnernetzwerk im Überblick:

Neben der THEGA in Thüringen arbeiten folgende Agenturen Hand in Hand im Verbundprojekt:

  • KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW)
  • LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA Hessen)
  • Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV)
  • Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH (KEAN)
  • NRW.Energy4Climate GmbH (Nordrhein-Westfalen)
  • IZES gGmbH (Saarland)
  • Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH (Sachsen)

Die Beratungen vor Ort werden noch in diesem Jahr anlaufen. Das Gesamtprojekt ist langfristig angelegt und läuft bis zum Ende April 2030.

„Dein Tag, Deine Zukunft“: Großer Tag der Ausbildung im modernen Mubea Ausbildungszentrum

Ein Tag ganz im Zeichen der beruflichen Zukunft: Am Samstag, den 13. Juni 2026, lädt das Mubea Ausbildungszentrum in Weißensee (Dr.-Karl-Heinz-Muhr-Str. 1) von 9:00 bis 12:00 Uhr zum diesjährigen „Tag der Ausbildung“ ein. Schüler, Eltern, Großeltern sowie alle Technologieinteressierten haben unter dem zukunftsweisenden Motto „Dein Tag, Deine Zukunft“ die Gelegenheit, einen der weltweit führenden Automobilzulieferer hautnah kennenzulernen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Als von der IHK Erfurt und der Agentur für Arbeit Thüringen Mitte als hervorragend ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb gewährt Mubea umfassende Einblicke in sein werkseigenes, hochmodern ausgestattetes Ausbildungszentrum. Jugendliche und deren Familien können direkt vor Ort die angebotenen Berufsbilder erkunden, mit den erfahrenen Ausbildern ins Gespräch kommen und wertvolle Kontakte für den eigenen Karriereweg knüpfen.

Zukunftssichere Berufe mit Perspektive

Während des Aktionstages stellt das Unternehmen eine Vielzahl technischer und logistischer Ausbildungsberufe vor, die das Fundament für eine erfolgreiche Karriere in der Automobilzulieferindustrie bilden. Präsentiert werden unter anderem die Berufsfelder:

  • Industriemechaniker/-in
  • Mechatroniker/-in
  • Werkzeugmechaniker/-in
  • Maschinen- und Anlagenführer
  • Fachlagerist/-in

Letzte Chance für Spätentschlossene & Ausbildungsstart 2027

Schnelligkeit zahlt sich aus: Für das bereits in Kürze beginnende Ausbildungsjahr 2026 sind aktuell noch einzelne Restplätze zu besetzen – konkret gesucht werden noch motivierte Bewerber für die Berufe Werkzeugmechaniker/-in sowie Fachlagerist/-in. Wer möchte, kann seine Bewerbungsunterlagen direkt mitbringen und persönlich abgeben. Gleichzeitig öffnet Mubea an diesem Tag bereits die Bewerbungsphase für das darauffolgende Ausbildungsjahr 2027.

Erlebnisse zum Mitmachen: Technik, Testfahrten und Thüringer Bratwurst

Der Tag der Ausbildung setzt bewusst auf Praxisnähe und Interaktion. An speziell eingerichteten Mitmach-Arbeitsplätzen können die Besucher selbst aktiv werden und sich in zukunftsweisenden Technologien wie der Roboter- und Getriebetechnik oder dem industriellen 3D-Druck ausprobieren. Zudem stehen die aktuellen Auszubildenden bereit, um bei einer Thüringer Bratwurst und Erfrischungsgetränken ganz ungezwungen und auf Augenhöhe von ihren persönlichen Erfahrungen, dem Alltag im Betrieb und der Berufsschule zu berichten.

Ein weiteres Highlight ist die Vorstellung der neuesten Mobilitätsinnovationen aus dem Hause Mubea: Die Besucher können die innovativen Produkte wie das E-Cargobike und das XBoard bei einer Testfahrt hautnah erleben. Abgerundet wird das vielseitige Rahmenprogramm durch spannende Mitmach-Aktionen, die in enger Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Weißensee durchgeführt werden.

Mehrfach ausgezeichnete Ausbildungsqualität

Dass eine Ausbildung bei Mubea höchsten Standards entspricht, belegen die kontinuierlichen Auszeichnungen der vergangenen Jahre. Erst jüngst erhielt der Standort in Weißensee erneut das begehrte IHK-Zertifikat „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2025“. Damit ist Mubea für das Ausbildungsjahr 2025 das einzige zertifizierte Unternehmen im gesamten Landkreis Sömmerda – und das bereits zum vierten Mal seit 2022.

Zudem konnte sich das Unternehmen zum fünften Mal in Folge das Prädikat „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2026“ sichern. Das Besondere an diesem Siegel: Es basiert maßgeblich auf den anonymen Bewertungen und ehrlichen Praxiserfahrungen der eigenen Auszubildenden, was die hohe Zufriedenheit und die familiäre Atmosphäre im Betrieb eindrucksvoll untermauert.

Das Ausbilderteam steht am 13. Juni durchgehend bereit, um detaillierte Fragen zu Ausbildungsinhalten, den schulischen Voraussetzungen, den jeweiligen Berufsschulstandorten sowie der attraktiven Vergütung zu beantworten.

Veranstaltungsdaten im Überblick:

  • Event: Tag der Ausbildung bei Mubea – „Dein Tag, Deine Zukunft“
  • Datum & Uhrzeit: Samstag, 13. Juni 2026, 09:00 – 12:00 Uhr
  • Ort: Mubea Ausbildungszentrum, Dr.-Karl-Heinz-Muhr-Str. 1, 99631 Weißensee
  • Eintritt / Anmeldung: Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich. Bewerbungsunterlagen können direkt mitgebracht werden.

Tragischer Verkehrsunfall in Suhl: Handbike-Fahrer erliegt seinen schweren Verletzungen

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Am Freitagmittag (29.05.2026) gegen 12:10 Uhr ist es in Suhl zu einem schweren und letztlich tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein 57-jähriger Mann war mit seinem Handbike auf der Straße „Löffeltal“ aus Richtung Fliederweg kommend unterwegs. Aus bislang noch völlig ungeklärter Ursache kam es dabei zu einem frontalen Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Pkw eines 53-jährigen Autofahrers.

Der 57-jährige Handbike-Fahrer erlitt durch den heftigen Aufprall schwerste Verletzungen. Er war so schwer getroffen, dass er noch direkt an der Unfallstelle von den eintreffenden Rettungskräften reanimiert werden musste. Der 53-jährige Fahrer des Autos blieb bei der Kollision unverletzt.

Trotz der schnellen medizinischen Erstversorgung und des Transports in das umliegende Klinikum verstarb der 57-Jährige dort wenig später infolge seiner schweren Verletzungen. Zur genauen Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde ein Gutachter eingeschaltet. Die Unfallfahrzeuge mussten durch einen Abschleppdienst geborgen werden.